Walchhofer hätte Cuche ein letztes Mal zum Kampf herausgefordert, so musste er tatenlos zusehen, wie sich der Schweizer das Speed-Double sicherte. Und die ÖSV-Herren gehen damit erstmals seit 1996 überhaupt leer aus. Für den 35-jährigen Salzburger Walchhofer wäre es sein Abschiedsrennen gewesen, als dieses gilt nun die Abfahrt am Vortag.
Hochspannung bei den Damen
Die US-Amerikanerin Vonn hätte angesichts ihres 171-Punkte-Vorsprungs von der Zweitplatzierten Maria Riesch ohnehin nicht mehr überholt werden können. Welche Auswirkungen die Absage auf die Entscheidung im Gesamtweltcup der Damen haben wird, bleibt abzuwarten. In der Gesamtwertung hat Vonn am Mittwoch die Führung vor Riesch übernommen - 27 Zähler liegt sie voran.
Riesch hatte Verständnis für die Absage, bei diesen Verhältnissen hätte es keinen Sinn gemacht. Ihre Enttäuschung nicht verhehlt hat hingegen Vonn, die als vierfache Saisonsiegerin im Super-G bereits als Disziplin-Erste festgestanden war. "Im Kampf um den Gesamtweltcup zählt jeder Punkt und der Super-G ist meine stärkste Disziplin. Es ist definitiv enttäuschend, dass wir dieses Rennen verloren haben", meinte die 26-Jährige.
RTL der Herren und Slalom der Damen am Freitag
Entschieden wird am Freitag der Riesentorlauf-Weltcup der Herren. Der Vorsprung des dreifachen Saisonsiegers und Weltmeisters Ted Ligety aus den USA beträgt 77 Punkte auf den Norweger Aksel Lund Svindal und 80 auf dem Franzosen Cyprien Richard. Der Salzburger Philipp Schörghofer hat als aktuell Siebenter keine Chance mehr auf das Disziplin-Stockerl. Im Slalom ist Weltmeisterin Marlies Schild Kugelgewinnerin. Hinter der sechsfachen Saisonsiegerin im Weltcup ringen die Finnin Tanja Poutiainen und Riesch um Rang zwei.
Finden beim Weltcupfinale Rennen am angesetzten Tag nicht statt, gelten sie als abgesagt. Ein Verschieben auf einen anderen Tag wie zum Beispiel den Sonntag, an dem der Teambewerb stattfinden soll, ist beim Finale laut FIS-Reglement nicht vorgesehen.
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