French Open

Serena Williams und Maria Scharapowa im Damen-Finale

Sport
06.06.2013 20:06
Die Russin Maria Scharapowa und die US-Amerikanerin Serena Williams bestreiten am Samstag das Damen-Finale der French Open. Für Scharapowa (2) geht es nach einem 6:1-2:6-6:4-Sieg am Donnerstag gegen Viktoria Asarenka (BLR-3) um die erfolgreiche Titelverteidigung, für Williams (1) nach einem 6:0, 6:1 gegen Sara Errani (ITA-5) um ihren insgesamt zweiten Pariser Einzel-Titel nach jenem von 2002. Alexander Peya erreichte das Doppel-Finale hingegen nicht.

Der Wiener bezog im Halbfinale mit dem Brasilianer Bruno Soares gegen die auf Position eins eingestuften US-Zwillinge Bob und Mike Bryan in 67 Minuten Spielzeit eine 1:6-4:6-Niederlage. Die Partie war nach einem Satz und einem Punkt wegen Regens für rund 30 Minuten unterbrochen. Da erfingen sich Peya/Soares nach dem glatt verlorenen Auftaktsatz, einen ihrer fünf Breakbälle nutzten die Bryans aber zum Sieg.

Peya könnte neues Karrierehoch erreichen
Peya wie auch Soares dürfen mit ihrem Abschneiden dennoch zufrieden sein. Österreichs Nummer eins im Doppel erreichte zum zweiten Mal nach Wimbledon 2011 die Vorschlussrunde eines Major-Turniers. Da er im vergangenen Jahr mit dem Inder Leander Paes als Partner schon in Runde zwei gescheitert war, wird er auf jeden Fall ein neues Karriere-Hoch in der Weltrangliste einnehmen. Derzeit liegt er auf Platz 14, es könnten sich sogar die Top Ten ausgehen.

Während sich Peya/Soares ein Preisgeld von 90.000 Euro teilen dürfen und mit diesem Ergebnis ihren zweiten Platz im "Race" zum Londoner World-Tour-Finale hinter den überlegen führenden Bryans abgesichert haben, ist Williams für Scharapowa in der Damen-Weltrangliste derzeit nicht zu erreichen. Der im Vorjahr schon in Runde eins ausgeschiedene US-Star wird den Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin in jedem Fall gehörig ausbauen.

Serena Williams gegen Errani ohne jede Mühe
Ob Scharapowa Williams auf dem Court Paroli bieten kann, bleibt abzuwarten. Vorjahres-Finalistin Errani war jedenfalls heillos überfordert, den Gewinn des einen Games feierte sie wie einen Satzgewinn. Williams agierte kompromisslos und hatte sich der Vorjahresfinalistin in 46 Minuten entledigt. "Ich war den ganzen Tag über sehr fokussiert und konzentriert. Ich wollte unbedingt gewinnen", sagte Williams im Siegesinterview.

Scharapowa gegen Asarenka mit viel Mühe
Scharapowa hatte wesentlich härter zu kämpfen, obwohl sie Satz eins in nur 28 Minuten erfolgreich hinter sich gebracht hatte. Doch Asarenka schaffte die vorübergehende Wende, ehe der Regen kam. Unheimlich umkämpft war die Entscheidung, mit 63 Minuten dauerte Satz drei fast genauso lang wie die ersten beiden gemeinsam. Für Scharapowa klappte es auch erst beim zweiten Aufschlag-Game auf den Sieg bzw. ihrem fünften Matchball.

Asarenka will French Open "nächstes Jahr" gewinnen
"Ich bin im dritten Satz noch einmal zurückgekommen, darüber bin ich froh", sagte Scharapowa. Die Regen- nutzte sie auch als Nachdenkpause, danach ging es wieder erheblich besser. "Wieder das Finale zu erreichen, war mein Ziel. Ich fühle mich auf Sand jetzt viel besser als zu Beginn meiner Karriere." Asarenka war natürlich nicht mit der Niederlage, aber mit dem erreichten Halbfinale zufrieden. "Nächstes Jahr kann ich das Turnier gewinnen", meinte sie.

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