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Ried schlägt LASK 1:0, Kapfenberg - Mattersburg 3:1

31.07.2010, 20:49
Ried schlägt LASK 1:0, Kapfenberg - Mattersburg 3:1 (Bild: APA/Rubra)
Foto: APA/Rubra
Mit Heimsiegen haben die Samstagsspiele der dritten Bundesliga- Runde geendet. Die SV Ried setzte sich im 52. Oberösterreich- Derby dank eines Last- Minute- Tores gegen den LASK hauchdünn 1:0 (0:0) durch, der Kapfenberger SV fuhr ausgerechnet gegen Angstgegner SV Mattersburg den ersten Saisonsieg ein. Die Obersteirer schlugen die Gäste aus dem Burgenland mit 3:1 (1:1).

Die Linzer warten damit nach drei Runden weiterhin auf ihren ersten Zähler, liegen allerdings nicht am Tabellenende, weil die ebenfalls noch punktlosen Mattersburger bei der gleichen Tordifferenz weniger Treffer erzielt haben. Die Rieder schoben sich zumindest vorläufig auf Rang vier und liegen damit unmittelbar vor Kapfenberg.

SV Ried – LASK 1:0

Lange Zeit hatte es in einer kampfbetonten Partie, in der die Rieder mehr Spielanteile hatten, nach einem Unentschieden ausgesehen, ehe Ewald Brenner die Truppe von Coach Paul Gludovatz in der mit 7.600 Zuschauern ausverkauften Keine- Sorgen- Arena mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 88. Minute doch noch erlöste.

Die erste Chance im Spiel hatten die Linzer, Ried- Goalie Gebauer rettete bei einem Kragl- Schuss aber mit einer Fußabwehr (5.). Danach übernahmen die Hausherren immer mehr das Kommando, hatten in einer kampfbetonten Partie deutlich mehr vom Spiel und wurden zumindest teilweise immer wieder gefährlich. Nach einer Lexa- Flanke ging ein Brenner- Volleyschuss ins Außennetz (13.), Majabvi rettete nach einem Nacho- Kopfball kurz vor der Linie per Kopf (27.). Dreimal wurde zudem LASK- Goalie Mandl geprüft, der Ex- Admiraner wehrte einen Carril- Freistoß zur Ecke ab (26.) und war auch bei einem Volleyschuss von Mader aus 20 Metern (38.) sowie einem Abschluss von Guillem, der den Ball nach einem Mader- Schuss aber nur noch streifte (40.), auf dem Posten.

Nach dem Seitenwechsel flaute die Partie zu Beginn merklich ab und nahm erst in den letzten 25 Minuten wieder an Fahrt auf. Aufseiten der Linzer ging ein Schuss von Kragl am Kreuzeck vorbei (69.), zudem konnte sich Ried- Goalie Gebauer bei einem tollen Bubenik- Weitschuss auszeichnen und den Ball übers Tor abwehren (72.).  Auf der Gegenseite war Tormann Mandl bei einem Versuch von Brenner aus spitzem Winkel aufs kurze Eck zur Stelle (74.). Während Stocklasa in der Folge einen Kopfball aus idealer Distanz genau auf Mandl setzte (84.), schien alles auf ein doch ziemlich leistungsgerechtes Remis hinzudeuten.

Die Hausherren schlugen aber doch noch zu. Brenner bezwang Mandl mit einem flach geschossenen Freistoß an der Mauer vorbei (88.) und machte damit auch die Auftaktniederlage vor eigenem Publikum gegen Sturm Graz (0:3) vergessen.

Meinungen zum Match

Paul Gludovatz (Ried- Trainer): "Weil der LASK sehr stark dagegengehalten hat, war Geduld gefragt. Wegen unserer Körpersprache und der Standards haben wir uns den Sieg verdient. Ich wollte 15 Minuten vorher Ewald Brenner vom Feld holen, aber der wollte unbedingt noch drinnenbleiben."

Helmut Kraft (LASK- Trainer): "Schiedsrichter Schörgenhofer hat 90 Minuten gegen uns gepfiffen, es hat mich daher nicht gewundert, dass er da pfeift, wo ein Spieler von Ried in den Boden haut. Mit so einer Leistung hat er es nicht einmal verdient, in der Regionalliga zu pfeifen. Die bitterste Erkenntnis ist, dass wir mit null Punkten dastehen nach drei Runden. Wir haben unser Ziel nicht erreicht, einen Punkt mitzunehmen. Jetzt dürfen wir viel Druck gegen uns erwarten in den nächsten Spielen."

Ewald Brenner (Ried- Siegtorschütze): "Es gibt nichts Schöneres, als in einem Derby das Siegestor zu erzielen. Ob Tausendguldenschuss oder nicht ist egal, es war das Siegestor."

Kapfenberger SV – SV Mattersburg 3:1

Ausgerechnet gegen Angstgegner SV Mattersburg hat Kapfenberg den ersten Saisonsieg eingefahren. Die Tore für die "Falken" erzielten Alar (43.), Sencar (48.) und Felfernig (77.), Bürger vermochte mit seinem Treffer in der 24. Minute den Rückfall des punktlosen SVM ans Tabellenende nicht zu verhindern.

Dabei hatte es zunächst danach ausgesehen, als könnten die Mattersburger ihre Erfolgsserie gegen die Kapfenberger (zuletzt vier Siege und ein Remis in den direkten Duellen) fortsetzen. In der 24. Minute schlug Höller eine Maßflanke auf Bürger, der per Kopf zum zweiten Mal in diesem Spieljahr erfolgreich war. Die Führung gab den Gästen Sicherheit, vor allem bei Standard- Situationen kamen sie dem 2:0 nahe. Die Hausherren wirkten in dieser Phase konsterniert, kamen aber noch vor der Pause entgegen dem Spielverlauf zum Ausgleich. Nach einem Alleingang spielte Schmid einen sehenswerten Pass in die Nahtstelle der Mattersburger Viererkette, Alar startete richtig, bezwang Borenitsch (43.) und erzielte damit das erste Saisontor der Steirer.

Davon beflügelt, entwickelte die Gregoritsch- Truppe gleich nach Wiederbeginn großen Druck und wurde dafür schon in der 48. Minute belohnt. Eine weite Flanke von Felfernig beförderte Taboga zur Mitte, wo Sencar zur Stelle war. Nur zwei Minuten später klärte Borenitsch bei einer Chance von Alar per Fußabwehr.

Die Mattersburger mussten nun mehr riskieren, relativ harmlose Kopfbälle von Schmidt (53./Außennetz) und Pöllhuber (62./Wolf parierte) blieben jedoch die einzige Ausbeute. Endgültig gebrochen war die burgenländische Gegenwehr in der 77. Minute, als Felfernig nach Zuspiel von Hüttenbrenner allein aufs Tor zog und mit einem Außenrist- Schuss ins lange Eck traf. Zwischen der 84. und 87. Minute ließ Alar gleich vier hochkarätige Chancen auf einen höheren Erfolg der Gastgeber aus, die in der 95. Minute Sencar nach einem Tumult mit Gelb- Rot verloren.

Meinungen zum Match

Werner Gregoritsch (Kapfenberg- Trainer): "Das Problem in der ersten Hälfte war, dass Mattersburg sehr robust gestanden ist und aus der ersten Chance das Tor gemacht hat. Wichtig war der Ausgleich kurz vor der Pause. Was die Mannschaft dann gezeigt hat, war der Kapfenberg- Geist. Wir haben sehr viele junge Spieler in der Mannschaft, deshalb war dieser Sieg vom Kopf her sehr wichtig. Um Mattersburg muss man sich keine Sorgen machen. Das ist ein gut geführter Verein, und Franz Lederer hat schon schwierigere Situationen gelöst."

Franz Lederer (Mattersburg- Trainer): "Wir haben zu Beginn alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Dann haben wir kurz vor und nach der Pause dumme Gegentore bekommen, das war wie eine Watsch'n. Wie der Schiedsrichter Drachta heute gepfiffen hat, war hart an der Grenze. Die Kapfenberger haben trotz ihrer harten Spielweise erst in der 60. Minute die erste Gelbe Karte bekommen. Der Schiedsrichter war deswegen an der Niederlage nicht unschuldig. Wir müssen das Spiel abhaken, nächste Woche kommt Innsbruck."

Stand in der Tabelle der tipp3- Bundesliga

1.

SC Wr. Neustadt

3

2

1

0

7:1

+6

7

2.

SK Sturm Graz

3

2

1

0

7:2

+5

7

3.

Austria Wien

3

2

1

0

6:3

+3

7

4.

SV Ried

3

2

0

1

5:4

+1

6

5.

Wacker Innsbruck

2

1

1

0

6:2

+4

4

6.

SV Kapfenberg

3

1

1

1

3:3

0

4

7.

Rapid Wien

3

1

0

2

3:7

-4

3

8.

Red Bull Salzburg

2

0

1

1

1:2

-1

1

9.

LASK Linz

3

0

0

3

3:10

-7

0

10.

SV Mattersburg

3

0

0

3

2:9

-7

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