"Ich war in guter Behandlung und hoffe jetzt auf ein paar ruhige Stunden, damit sich mein Kopf regenerieren kann", meinte Prödl, dem die Spuren seiner Verletzungen noch deutlich anzusehen und anzuhören waren.
Wenig Erinnerungen an Vorfall
Erinnerungen an den Zwischenfall hat er nur dunkel. "Der Ball ist von der Stange zurückgesprungen, ich war ziemlich sicher, dass ich ihn aufs Tor bringen werde. Dann habe ich etwas ins Gesicht bekommen, dann sind nur mehr Bilder vorbeigelaufen. Die Augen habe ich erst wieder im Krankenhaus geöffnet."
Kouemaha hat er bereits verziehen. "Er hat mich am nächsten Tag versucht anzurufen, da konnte ich aber noch nicht reden. Er hat sich dann per SMS entschuldigt, ich habe angenommen", sagte der Verteidiger. An ein Comeback sei derzeit nicht zu denken. "Man muss dem Ganzen Zeit geben, um Prognosen stellen zu können. Die Knochen werden wohl ein paar Wochen brauchen, bis sie geheilt sind."
Dank an die Fans für die Unterstützung
Besonders freute sich der ÖFB-Legionär über die Unterstützung, die ihm in den vergangenen Tagen entgegengebracht wurde. Nicht nur Werder-Fans und österreichische Fußball-Anhänger wünschten ihm eine schnelle Genesung, sondern auch viele aus Kaiserslautern, Nürnberg und Hamburg. "Das zeigt, dass in der Bundesliga der Fair-Play-Gedanke und Respekt vorherrschen und nicht nur Rivalität", betonte Prödl auf seiner Homepage.
Cheftrainer Schaaf hat Geduld mit Prödl
Er stand in den vergangenen Tagen auch in intensivem Austausch mit der sportlichen Leitung in Bremen. "Es ist nicht angenehm, wenn man nicht richtig kauen und essen kann und das Gesicht noch geschwollen ist. Deshalb geht es jetzt erstmal primär darum, sich normal bewegen zu können und einen normalen täglichen Ablauf zu erreichen. Erst wenn die Schwellung raus ist, kann er in den Aufbaubereich übergehen", erklärte Werders Cheftrainer Thomas Schaaf auf der Klub-Homepage.
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