Der wellige Abschnitt über 222 Kilometer von Sorrento entlang des Mittelmeeres war zunächst von einer Ausreißergruppe geprägt, deren letzte Reste aber vor der finalen Bergwertung eingeholt wurden. Auf dem Weg zu dieser kleinen Bergwertung lancierten die Teams von Sieganwärter Vincenzo Nibali und Titelverteidiger Ryder Hesjedal überraschende Angriffe, die aber von Wiggins und den anderen Mitfavoriten pariert wurden. Der bisherige Spitzenreiter Puccio kam hingegen nicht mehr mit und brach danach völlig ein.
Scarponi demoliert sein Rad bei Sturz
Auch auf der langen Abfahrt ins Etappenziel gab es immer wieder Attacken, eine davon brachte Paolini bis ins Ziel durch. Der italienische Mitfavorit Michele Scarponi kam in der Schlussphase zu Sturz, demolierte dabei sein Rad und verlor durch das Warten auf einen Ersatz wertvolle Zeit.
Ex-Tour-de-France-Sieger Cadel Evans und Hesjedal sicherten sich unmittelbar hinter Paolini ebenfalls noch Zeitbonifikationen und holten damit einige der im Teamzeitfahren auf Wiggins verlorenen Sekunden wieder auf. Der britische Tour-Champion kam zeitgleich mit Evans, Hesjedal und Nibali als Etappen-Achter ins Ziel. Auf den neuen Spitzenreiter Paolini fehlen Wiggins und dem drittplatzierten Rigoberto Uran 17 Sekunden. Nibali (+ 31 Sek.) ist neuer Fünfter, Hesjedal (+34) liegt auf dem siebenten Zwischenrang, Evans (+42) ist Zwölfter. Sturzopfer Scarponi hat als 22. schon fast eineinhalb Minuten Rückstand.
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