"Wie wir das fabrizieren, werden wir sehen", erklärte Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger, der einzige gebürtige Salzburger im ÖFB-Kader, am Sonntag in Flachau. Schön zu spielen stehe gegen den erwarteten Defensivwall der Kasachen, die sich am Freitag der Türkei zu Hause 0:3 hatten geschlagen geben müssen, nicht im Mittelpunkt. "Primär ist es wichtig, dass wir gewinnen. In so einem Spiel steht immer das Ergebnis im Vordergrund", meinte Baumgartlinger, der eine Verkühlung überwunden hat und damit für Teamchef Dietmar Constantini eine zusätzliche Option im defensiven Mittelfeld darstellt.
Fuchs mit Rückenproblemen weiter fraglich
Dagegen bangt Constantini weiter um den Einsatz von Linksverteidiger Christian Fuchs. Der Mainz-Legionär, der im Test gegen die Schweiz (0:1) interimistisch als Kapitän fungiert hatte, trainierte auch am Sonntagnachmittag in der abschließenden Einheit in Flachau wegen Rückenproblemen nicht mit. Ümit Korkmaz hingegen fällt definitiv aus. Der Flügelspieler von Eintracht Frankfurt befand sich auch am Sonntag noch zur Beobachtung im Spital, ist laut Teamarzt Ernst Schopp aber nach seiner Viruserkrankung auf dem Weg der Besserung.
Gesetzt dürfte in der Offensive - entweder rechts oder links am Flügel - Jakob Jantscher sein. Der Neo-Salzburger brennt nach der einwöchigen Vorbereitung auf sein achtes Länderspiel. "Wir sind extrem heiß auf die Partie", versicherte Jantscher. Jeder einzelne Spieler sei sich der Relevanz eines guten Starts in die Qualifikation bewusst. "Dieses Spiel ist sehr wichtig für den weiteren Verlauf der EM-Quali. Wichtig ist, dass wir gewinnen. Das wird sicher nicht so einfach, wie es dargestellt wird", meinte Jantscher. Ein frühes Tor würde die Spielanlage gegen die tief stehenden Kasachen vermutlich erheblich erleichtern. Dafür soll das erwartete Sturmduo Marc Janko/Erwin Hoffer sorgen.
Tormann-Frage bleibt vorerst weiter ungeklärt
Auf einen Stammtorhüter haben sich Constantini und Tormanntrainer Franz Wohlfahrt noch nicht festgelegt. Die Entscheidung dürfte zwischen Griechenland-Legionär Jürgen Macho und Sturms Christian Gratzei fallen.
Für Austria-Stürmer Roland Linz dürfte wie zuletzt bei seinem Comeback nach fast zweijähriger Teamabsenz gegen die Schweiz maximal die Rolle des Jokers bleiben. Zu viele Angreifer - sechs an der Zahl - drängen auf einen der beiden Startplätze. "Es sind viele junge Spieler mit Potenzial in der Mannschaft", sagte Linz. "Es ist etwas im Entstehen." Die erste Hürde für die jungen Wilden heißt Kasachstan. "Wir dürfen aber nicht erwarten, dass wir über die drüberfahren", meinte auch Linz' Klubkollege Florian Klein.
Kasachstan mit drei Legionären im Kader
Kasachstan ist mit drei Legionären in seinem 22-Mann-Kader nach Salzburg gereist. Kasachstans deutscher Teamchef Bernd Storck kann auf die in Russland tätigen Verteidiger Alexej Popow von Amkar Perm und Mittelfeldspieler Kasbek Geterijew von Spartak Naltschik sowie Flügelspieler Heinrich Schmidtgal vom deutschen Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen zurückgreifen. Nicht mehr im aktualisierten Kader befindet sich dagegen Sergej Karimow von den Amateuren des VfL Wolfsburg.
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