"Es tut mir sehr leid, dass ich das getan habe. Manchmal ist man sehr frustriert und verliert die Kontrolle auf dem Platz", sagte Nalbandian nach seiner Frust-Attacke, die du dir auf YouTube ansehen kannst. Bei der Londoner Polizei ist indes wegen Körperverletzung Anzeige gegen Nalbandian erstattet worden. Ihm droht nun eine Geldstrafe in der Höhe von rund 8.000 Euro.
Der 30-Jährige gab im zweiten Satz mit einem verschlagenen Ball seinen Aufschlag zum 3:4 ab, lief weiter bis vor den Linienrichter Andrew McDougall und trat gegen die Holzumrandung um den Linienrichter-Stuhl. Das Holz zersplitterte, der Referee wurde am linken Schienbein getroffen und verletzt. Der Mann rollte sich anschließend von seinem Stuhl, hatte Schmerzen und lag mit einem blutenden Schienbein auf dem Rasen. Später humpelte der Unparteiische mit hochgezogenem Hosenbein vom Platz.
"Er hat einen Schnitt am Bein - es ist eine ernste Verletzung", sagte Turnierdirektor Chris Kermode. "Es war sehr unglücklich, es war ein reiner Unfall. So ein Ende des Matches ist sehr enttäuschend." Der Abbruch des Matches sorgte auch für Unmut beim Publikum im ausverkauften Queen's Club: "Weiterspielen, weiterspielen", forderten die Zuschauer.
Nalbandian legt sogar noch nach
Auch Sieger Cilic war nach dem Abbruch enttäuscht: "So wollte ich definitiv nicht gewinnen. Das ist ein sehr bitteres Ende, das Match war noch offen. Das Spiel wurde gerade heiß, aber ich kann es auch nicht ändern."
Für die Entscheidung der ATP brachte Nalbandian kaum Verständnis auf. "Ich habe einen Fehler gemacht, aber jeder macht mal einen Fehler, und ich denke nicht, dass das Match so hätte zu Ende gehen müssen", sagte er, als er auf dem Court direkt im Anschluss ein Interview gab: "Die ATP macht auch viele Fehler im Umgang mit den Spielern - und nichts passiert."
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