Der Staatsmeister, im Vorjahr WM- Siebenter, hatte nach Spitzenergebnissen bei Weltcup- Rennen im Vorfeld mit einem Top- Fünf- Rang spekuliert. Müller holte die erste Medaille für Österreicher bei einer Bahn- WM seit Franz Stocher 2003 (Gold im Punktefahren) in Stuttgart. Er besitzt seit zwei Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft und geht für die NÖ Rad Union an den Start.
Im WM- Rennen hielt er unter anderem den Briten Mark Cavendish in Schach, der zuletzt den Frühjahrsklassiker Mailand – San Remo gewonnen hatte. "Das Feld war top besetzt. Unglaublich stark war Cavendish. Er war zum Glück für uns nicht in der Spitzengruppe und hielt das Tempo im Feld enorm hoch. Deshalb fiel uns der Rundengewinn auch so schwer", betonte Müller.
ÖRV- Nationaltrainer Roland Wafler zeigte sich von der Leistung seines Schützlings begeistert. "An Spannung war das Rennen kaum zu überbieten. Im Sprint wäre der Argentinier Colla eigentlich auf dem Papier der beste Mann gewesen, deshalb hängte sich Andi an sein Hinterrad. Aber er hielt nicht, was er versprach und blockierte 'Mülle' auf den letzten Metern. Aber er erkämpfte noch die Bronzemedaille und das gesamte Team jubelt mit ihm", erklärte Wafler.
Am Samstag ist Müller mit Andreas Graf im Madison ein weiteres Mal im WM- Einsatz.