Auch aus sportlicher Sicht war das Event für Österreich erfolgreich wie noch nie. Vier Top-Ten-Plätze, darunter ein vierter und zwei fünfte, hat es für Rot-weiß-rot bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie gegeben. Bereits ab Mittwoch sind die Österreicher wieder beim FIVB-Turnier in Stare Jablonki (Polen) im Einsatz.
Aus für Doppler/Mellitzer im Viertelfinale
Bereits am Samstag ist mit Clemens Doppler/Matthias Mellitzer im Viertelfinale das letzte verbliebene österreichische Beachvolleyball-Team ausgeschieden. Das Duo war gegen die Brasilianer Alison/Emanuel chancenlos und bezog eine empfindliche 0:2-(-12,-10)-Niederlage. Trotzdem durften sich Doppler/Mellitzer mit den anderen ÖVV-Spitzenteams über das mit Abstand beste Abschneiden im Heimturnier freuen.
Ein fünfter Platz, den hätte ich vor dem Turnier mit Freude sofort unterschrieben. Natürlich wollten wir dem Publikum mehr zeigen, aber sie haben unglaublichen Druck gemacht", sagte Mellitzer nach der glatten Niederlage gegen den mehrfachen Klagenfurt-Sieger Emanuel und seinen neuen Partner. "Wenn sie so weiter spielen, zweifle ich nicht daran, dass sie das Turnier gewinnen", meinte der Osttiroler über die übermächtigen Brasilianer.
"Sensation ist leider nicht gelungen"
Ex-Europameister Doppler, der in Klagenfurt zum insgesamt vierten Mal einen fünften Platz erreichte, gestand die Überlegenheit von Olympiasieger Emanuel und des baumlangen Blockspielers Alison ein. "Sie waren heute zwei, drei Klassen besser. Wir waren sehr hungrig und wollten die Sensation, das ist aber leider nicht gelungen", betonte der Oberösterreicher.
Mellitzer, der nach einem Fingerbruch vor drei Wochen mit einer Schiene spielen musste, zog dennoch ein äußerst positives Turnierfazit. "Wir haben gewusst, irgendwann geht es auf. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch weiterhin erfolgreich sein", meinte der 29-Jährige. Schließen die beiden in den kommenden Wochen an die vorangegangen Klagenfurt-Leistungen an, wird ihnen zukünftig der schwere Gang durch die Qualifikation erspart bleiben.
Montagnolli/Hansel wie im Vorjahr Vierte
Neben dem Überraschungsteam Doppler/Mellitzer sorgten Sara Montagnolli/Barbara Hansel mit Platz vier, die Schwaiger-Schwestern Doris und Stefanie als Fünfte und Florian Gosch/Alexander Horst als Neunte bei der 14. Auflage des World-Tour-Turniers für das mit Abstand beste Ergebnis für Österreich.
Die Staatsmeisterinnen Montagnolli/Hansel mussten sich am Samstag im Spiel um Platz 3 den Deutschen Sara Goller/Laura Ludwig 0:2 (-15,-21) geschlagen geben. "Es hat nicht viel auf eine Medaille gefehlt. Wir sind trotz der Niederlage sehr happy. Im Großen und Ganzen sind wir mit dem Turnier zufrieden", meinte die Salzburgerin Hansel nach der Niederlage am mit rund 7.500 Zuschauern gefüllten Center-Court gegen die Vize-Europameisterinnen, denen die Revanche für die Achtelfinalniederlage im Vorjahr gelang.
Gosch/Horst verlieren gegen Fijalek/Prudel
Für die Olympia-Fünften Gosch/Horst war beim Heimturnier wie im Vorjahr im Achtelfinale Endstation. Sie verloren gegen die aufstrebenden Polen Fijalek/Prudel wie im Spiel um Platz drei in der Vorwoche in Marseille ohne Satzgewinn. "Wir haben leider nicht das gezeigt, was wir können. Die Polen sind ein Topteam, sie können jeden schlagen, die haben in letzter Zeit viele starke Teams geschlagen", meinte Horst nach der dritten Saisonniederlage im ebensovielten Duell.
Damentitel erneut an Larissa/Juliana
Der Sieg im Damenbewerb ging wie schon im Vorjahr an Brasilien. Die Weltranglisten-Ersten Larissa/Juliana besiegten ihre Landsfrauen Cunha/Lima, die im Montagnolli/Hansel besiegt hatten, glatt 2:0 (13,19) und holten damit ihren bereits fünften World-Tour-Titel in dieser Saison. Cunha/Lima waren als Qualifikantinnen nach ihrem ersten FIVB-Hauptbewerbseinzug überraschend bis ins Endspiel vorgestoßen.
118.000 Zuschauer am Wörthersee
Das Turnier am Wörthersee war auch bei der 14. Auflage ein Publikumsmagnet, die Veranstalter zählten die Rekordzahl von 118.000 Fans. Die Veranstaltung findet auch noch in den kommenden beiden Jahren in Kärnten statt, danach ist ein Ausweichen in ein anderes Bundesland möglich.
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