"Wir lassen Sammer nur sehr schweren Herzens gehen. Er hat mit seiner Kompetenz und Leidenschaft viel für die Talentförderung in Deutschland bewegt und dem Verband mit seiner Art unglaublich gut getan", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Gleichzeitig respektieren wir seinen Wunsch und möchten seinen weiteren Plänen nicht im Wege stehen. Die enge Verbindung zu ihm wird auch in Zukunft erhalten bleiben." Bei der Nachfolgersuche will sich der Verband Zeit lassen, sagte Generalsekretär Helmut Sandrock.
Sammer wird bereits am Dienstag, wenn der FCB mit ÖFB-Teamspieler David Alaba in die Saisonvorbereitung startet, seinen neuen Job antreten. Vom DFB, bei dem der frühere Profi seit 2006 als Sportdirektor tätig war und als treibende Kraft für das erfolgreiche Jugendprogramm des Verbandes gilt, hatte der 44-Jährige zuvor die gewünschte Freigabe erhalten.
Vertrag mit Nerlinger erst vor sieben Monaten verlängert
Mit der überraschenden Personalie zogen die Münchner drastische Konsequenzen aus den jüngsten Misserfolgen mit dem bitteren Höhepunkt des verlorenen Heim-Endspiels in der Champions League gegen Chelsea. Dabei war der Vertrag mit Nerlinger erst im vergangenen November vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2014 verlängert worden. "Ich möchte mich im Namen des Klubs bei Christian Nerlinger ausdrücklich für seine Arbeit in den vergangenen vier Jahren beim FC Bayern bedanken", erklärte Bayerns Aufsichtsratsvorsitzender Uli Hoeneß am Montag. "Ich hoffe sehr, dass unser gutes persönliches Verhältnis auch weiterhin Bestand hat."
Der frühere Bayern-Profi Nerlinger hatte 2009 als Sportdirektor die Aufgaben des langjährigen Managers und heutigen Klub-Präsidenten Hoeneß übernommen. In den vergangenen beiden Jahren blieben die Münchner jedoch ohne Titel - und Nerlinger geriet immer mehr in die Defensive. Zuletzt stellte er noch am Freitag weitere mögliche Neuverpflichtungen beim deutschen Rekordmeister in Aussicht.
Mit der Verpflichtung von Sammer, der als Spieler mit Borussia Dortmund Meister und Champions-League-Sieger geworden war und den BVB 2002 auch als Trainer zur deutschen Meisterschaft führte, stellt der FC Bayern die Weichen für die geplante Neuordnung. Auch der Vertrag mit Trainer Jupp Heynckes läuft in einem Jahr aus.
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