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Maierhofer: "Holen den Titel wieder nach Salzburg!"

08.02.2012, 11:06
Maierhofer: "Holen den Titel wieder nach Salzburg!" (Bild: APA/DANIEL KRUG)
Foto: APA/DANIEL KRUG
Alle 78 Minuten hat Stefan Maierhofer in der Herbstsaison einen Scorerpunkt verbucht und ist damit der effektivste Stürmer der tipp3- Bundesliga. Der Titel des Torschützenkönigs ist für Maierhofer aber nur sekundär, der Stürmer streicht vielmehr den Mannschaftserfolg hervor, von dem er überzeugt ist. Im Interview erklärt er, warum es genug Typen in der Mannschaft gibt, der Kader nicht groß genug sein kann und warum er Neuzugang Soriano nicht als Konkurrenten sieht.

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Meisterschaft für Ihre Mannschaft bisher so enttäuschend verlaufen ist?
Stefan Maierhofer: Einige wichtige Spieler sind durch Verletzungen lange ausgefallen. Dadurch gab es immer wieder Veränderungen in der Mannschaft. Dazu kam die Doppelbelastung. Es muss alles funktionieren, weil man spielt gegen Gegner, die halt auch nicht schlafen und die genau wissen, wie man gegen uns auftreten muss. Das alles darf aber keine Entschuldigung sein für die teils enttäuschenden Leistungen, vor allem in den sieben Spielen, in denen wir nicht voll punkten konnten. Dank der Durchhänger von Rapid, Austria und Sturm sind wir noch immer im Titelrennen. Und ich glaube fest daran, dass wir den Titel wieder nach Salzburg holen werden.

Was macht Sie so zuversichtlich?
Maierhofer: Die Typen, die man dafür braucht. Mit Duisburg sind wir nur deshalb ins Cupfinale gekommen, weil wir Typen hatten, die zusammengehalten und füreinander gespielt haben. Das sehe ich auch bei uns so. Deshalb bin ich positiv gestimmt, dass wir da weitermachen, wo wir in den Heimspielen gegen die Admira und die Austria aufgehört haben.

Trotzdem war in den letzten Jahren die fehlende Hierarchie innerhalb der Mannschaft immer ein Thema.
Maierhofer: Man kann immer mehr reden und immer mehr von jedem einzelnen Spieler verlangen. Aber wichtig ist doch nur, dass wir die Leistung auf dem Platz bringen. Wenn man in einem Alles- oder- nichts- Spiel wie in Bratislava nach acht Minuten 0:2 hinten liegt und am Ende noch gewinnt, dann sieht man, dass wir Typen in der Mannschaft haben, die die Ärmel hochkrempeln können, die Charakter haben und Moral beweisen.

Wer sind neben Ihnen die Spieler, die gewisse Dinge ansprechen?
Maierhofer: Da will ich nur für mich sprechen. Ich gehe gerne voran und stelle mich hin. Jeder muss für sich selber entscheiden, womit er fertig werden kann und womit nicht. Wir sind als Team gut aufgestellt und wenn wir das abrufen, können wir in diesem halben Jahr viel erreichen.

Jetzt sind wieder zwei neue Spieler dazugekommen. Der Kader umfasst mittlerweile fast dreißig Spieler. Ist das nicht des Guten zu viel?
Maierhofer: Es kann nur positiv sein. Es belebt den Konkurrenzkampf und steigert die Qualität in jedem einzelnen Training. Die Qualität ist sehr, sehr hoch.

Mit Soriano ist für Sie ein Konkurrent im Sturm dazugekommen. Wie sehen Sie die Situation?
Maierhofer: Es gibt nur Kollegen, es gibt keine Konkurrenten. Wir wollen alle gemeinsam Erfolg haben. So einen Spielertyp wie mich gibt es keinen anderen in der Mannschaft. Wenn wir jetzt noch zwei "Lackln" mit zwei Metern hätten, müsste ich mir meine Gedanken machen. Vielleicht ändert der Trainer ja auch das System.

In der Europa League wartet mit Metalist Charkiw ein vermeintlich übermächtiger Gegner, der Austria Wien vor allem auswärts vorgeführt hat. Wie sehen Sie die Chancen?
Maierhofer: Für mich ist entscheidend, dass wir gegen Innsbruck gut starten. Das wird nicht einfach. Das ist ein Derby, die werden topmotiviert sein. Gegen Charkiw dürfen wir zu Hause kein Gegentor zulassen und müssen möglichst ein oder zwei machen. Dann können wir mit viel Selbstvertrauen in die Ukraine gehen. Und dass wir im Konter erfolgreich sein können, haben wir nicht nur in Bilbao gezeigt. Natürlich ist Charkiw spielerisch sehr stark. Sie haben schnelle und technisch gute Spieler. Aber wir sind Red Bull Salzburg und haben ein Kaliber wie Paris Saint Germain hinter uns gelassen.

AG/red
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