Australian Open

Losglück für Jürgen Melzer und Tamira Paszek

Sport
11.01.2013 12:08
Lösbare Aufgaben haben Österreichs einzige zwei Vertreter in den Einzelbewerben der am Montag beginnenden Australian Open am Freitag zugelost bekommen. Jürgen Melzer trifft in einer Davis-Cup-Generalprobe auf die aktuelle kasachische Nummer eins, Michail Kukuschkin, bei den Damen bekommt es Tamira Paszek mit der Schweizerin Stefanie Vögele zu tun. Beide ÖTV-Spieler gehen als Favoriten in ihre Partien.

"Es ist lustig und skurril, ausgerechnet im letzten Turnier vor dem Davis Cup auf die Nummer eins des kommenden Gegners zu treffen", meinte Melzer in einer ersten Reaktion nach der Auslosung. Grundsätzlich sei Kukuschkin aber ein Gegner, mit dem er leben kann. "Trotzdem bin ich gewappnet, da er letztes Jahr in Melbourne immerhin das Achtelfinale erreicht und dabei auch Gael Monfils geschlagen hat. Ich werde also aufpassen müssen", blieb Melzer vorsichtig.

Allerdings kehrt Kukuschkin nach langer Verletzungspause auf die Tour zurück. Der 25-jährige gebürtige Russe hat sich im Herbst an beiden Hüften operieren lassen, hinter seiner Verfassung steht also ein Fragezeichen.

Der als Nummer 26 gesetzte einzige Top-100-Spieler Österreichs befindet sich im selben Viertel wie der topgesetzte Titelverteidiger Novak Djokovic. Sollte er die Auftakthürde meistern, trifft er entweder auf Fabio Fognini (ITA) oder Chennai-Finalist Roberto Bautista Agut (ESP). In der dritten Runde würde bei plangemäßem Verlauf mit dem als Nummer fünf gereihten Tschechen Tomas Berdych schon ein großer Brocken warten.

Melzer hat in Australien nichts zu verlieren
Melzer war vor zwei Jahren beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres erstmals ins Achtelfinale vorgestoßen und hatte sich damit damals den erstmaligen Einzug in die Top Ten gesichert. Aus dem Vorjahr hat der 31-jährige Niederösterreicher hingegen nichts zu verteidigen, hatte er sich doch gleich zum Auftakt Ivo Karlovic (CRO) in drei Sätzen beugen müssen.

Melzer hat heuer ein Viertelfinale in Brisbane sowie ein überraschendes Erstrunden-Aus in Auckland gegen den unbekannten Greg Jones (AUS) zu Buche stehen.

Für Paszek gibt es ein Wiedersehen mit der Schweizerin Stefanie Vögele. Die beiden 22-Jährigen spielen zum insgesamt dritten Mal gegeneinander. Die als Nummer 30 gesetzte Vorarlbergerin ist gegen die Nummer 87 zwar Favoritin, hat aber die bisherigen beiden Begegnungen verloren. "Ich kenne Stefanie noch aus meiner Juniorenzeit, weil wir gleich alt sind. Wir haben lange nicht gegeneinander gespielt. Ich werde mich ganz auf mein Spiel konzentrieren, versuchen da draußen aggressiv zu sein und mein Bestes geben", versprach Paszek.

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