Satz eins hatte der Welser glatt 1:6 abgegeben. Nach zwei im zweiten Durchgang bei 3:3 verpassten Breakchancen und folgendem Gefühlsausbruch kassierte Österreichs Nummer zwei eine Verwarnung, das Break machte dafür Haase zum 5:4. Der Niederländer ließ im nächsten Game trotz Service mit neuen Bällen jedoch zwei Matchbälle ungenutzt, Köllerer erreichte das Tiebreak und verwertete da seinen dritten Satzball zum 7:6(3).
Während einer ihm dann gewährten WC-Pause hörte Köllerer nach eigenen Angaben auf der Nachbar-Toilette seinen Touring-Coach Markus Egger telefonieren. Viel mehr als ein "Komm jetzt, weiter so" vom Trainer soll da nicht gekommen sein. Jedenfalls wurde Köllerer dennoch schon beim Verlassen der Toilette vom Supervisor Ed Hardisty erwartet und wegen unerlaubten Coachings disqualifiziert.
Köllerer versteht die Welt nicht mehr
Die perplexen Köllerer und Egger verstanden die Welt nicht mehr, reisten noch in der Nacht zurück nach Linz. In der nächsten Woche tritt der 26-Jährige beim Kitzbühel-Challenger an, wie ja auch Thomas Muster. Durch sein Auftakt-Ausscheiden könnte es Köllerer in dieser Woche passieren, in der Weltrangliste von Martin Fischer als zweitbester Österreicher abgelöst zu werden.
Kein Bruder-Duell bei den Melzers
Österreichs führender Spieler Jürgen Melzer hatte indes am Dienstag beim ATP-Turnier in Umag abseits des Tennisplatzes einen Termin mit Kindern, sein Achtelfinale nach Erstrunden-Freilos gegen Jan Hajek ist für Donnerstag angesetzt. Der Tscheche hatte in Runde eins Bruder Gerald Melzer ausgeschaltet. Der meinte danach, von dem um neun Jahre älteren Jürgen eine Menge zu lernen, begonnen von der Trainingseinstellung bis zum Leben eines Tennisspielers.
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