EBEL-Finale

KAC gewinnt Nervenschlacht gegen Salzburg 3:0

Sport
31.03.2009 21:48
Rekordmeister KAC ist am Dienstagabend in der best-of-seven-Finalserie der österreichischen Eishockey-Liga gegen Red Bull Salzburg 3:2 in Führung gegangen. Die Klagenfurter gewannen vor 5.100 Zuschauern eine wahre Nervenschlacht gegen den Titelverteidiger etwas glücklich sowie deutlich zu hoch mit 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) und sind damit nur noch einen Sieg vom 29. Meistertitel der Clubgeschichte entfernt. Die Treffer erzielten Brown (23.), Norris (56.) und Schneider (60.). Die Entscheidung in der Finalserie könnte damit bereits am Donnerstag (19.15 Uhr) in Salzburg fallen. Sollte die sechste Partie jedoch an die "Bullen" gehen, dann steigt am Sonntag (18.00) das alles entscheidende Spiel sieben in Klagenfurt.

Die Partie nahm vor neuerlich ausverkauftem Haus rasch Fahrt auf, beide Teams gingen ein hohes Team und betrieben aggressives Forechecking. Die Goalies Scott (KAC) und Parise (Salzburg) zeigten sich bei den wenigen klaren Chancen aber hellwach. Gegen Ende des ersten Drittels wurde es von Minute zu Minute ruppiger, nach von beiden Seiten disziplinierter Anfangsphase nahmen die Strafminuten eklatant zu.

Matchstrafe gegen Hager sorgt für Trubel
Das Fass zum Überlaufen brachte ein böser Check von Hager, der Welser von hinten mit dem Kopf voraus in die Bande beförderte. Die darauffolgende harte, aber vertretbare Matchstrafe gegen Hager erhitzte die Gemüter der KAC-Fans derart, dass zahlreiche Gegenstände (Becher, Feuerzeuge, Fische etc.) aufs Eis flogen und die deutschen Schiris Hascher/Schimm sich gezwungen sahen, das erste Drittel 1:15 früher als geplant zu beenden.

Die verbleibende Zeit wurde nach der 15-minütigen Drittelpause nachgeholt, direkt danach begann der zweite Abschnitt. Obwohl mit Hager nach den verletzten Brandner und Shantz der nächste KAC-Leitwolf fehlte, gingen die Hausherren in Front: Brown traf im Powerplay wuchtig ins kurze Eck zum 1:0 (23.). Die Partie blieb danach flott. Vor allem wegen der Salzburger, die vehement auf den Ausgleich drückten und allein im Mitteldrittel durch Koch (2) und Siklenka drei Mal die Latte trafen.

Last-minute-Nackenschlag gegen Salzburg
Im dritten Drittel versuchte der KAC von Anfang an, die Führung über die Zeit zu bringen. Und die Kärntner taten dies recht geschickt, denn der Salzburger Druck war bei weitem nicht mehr so hoch, wie im zweiten Abschnitt. Und nach einem Konter über Schellander gelang schließlich fast aus dem Nichts die Entscheidung, Norris traf aus spitzem Winkel via Schoner von Goalie Parise zum 2:0 (56.). Als Draufgabe gab es eine Sekunde vor Schluss noch ein empty-net-Goal von Schneider zu bejubeln.

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