Laut D'Ovidio starb Morosini an einer arrhythmogenen Kardiomyopathie, die höchstwahrscheinlich genetisch bedingt war. "Diese Krankheit ist sehr schwer zu diagnostizieren", heißt es in dem 250 Seiten starken Bericht des Mediziners. Bei einem EKG würde man die Erkrankung nicht erkennen, außerdem sei "die Fehlbildung in einem frühen Stadium" gewesen.
Die arrhythmogene Kardiomyopathie gilt als häufigste Ursache für Herzstillstand bei Spitzensportlern. Der spanische Fußballprofi Antonio Puerta, der im August 2007 bei einem Meisterschaftsspiel seines Klubs FC Sevilla auf dem Platz zusammenbrach und starb, litt ebenfalls an dieser Krankheit.
D'Ovidio zufolge hätte Morosinis Leben vielleicht gerettet werden können, wenn bei den Reanimationsmaßnahmen sofort ein Defibrillator eingesetzt worden wäre.