EM- Eklat: Nasri nennt Reporter "Hurensohn"

24.06.2012, 12:13
EM-Eklat: Nasri nennt Reporter "Hurensohn" (Bild: EPA)
Foto: EPA
Samir Nasri hat am Samstagabend nach der 0:2- Niederlage der französischen Nationalmannschaft im EM- Viertelfinale gegen Spanien für einen Eklat gesorgt. Der Mittelfeldspieler, der erst vor wenigen Tagen wegen des Kabinen- Zoffs mit Alou Diarra negativ aufgefallen war, beschimpfte einen unhöflichen Reporter als "Hurensohn".

Zunächst warf der 24- Jährige den Journalisten vor, immer nur nach Skandalgeschichten zu suchen. "Ihr sucht immer nur nach Scheiße, nach Problemen", meinte er. Als ein Medienvertreter ihn daraufhin mit den Worten "Hau ab!" wüst aufforderte zu gehen, verlor Nasri die Kontrolle. "Fick dich selber", schimpfte der Profi von Manchester City, beleidigte die Mutter des Reporters und bezeichnete ihn dann auch noch als "Hurensohn".

Auf Kriegsfuß mit den Reportern

Nasri hatte gegen die Spanier erstmals bei dieser EM nicht in der Startformation der "Equipe Tricolore" gestanden und konnte nach seiner Einwechslung in der 65. Minute auch nicht mehr für die Wende sorgen. Er hatte bereits im Auftaktspiel gegen England nach seinem Treffer zum 1:1- Endstand für Aufsehen gesorgt. Bei seinem Torjubel hatte er aus Ärger über einen kritischen Zeitungsbericht den Zeigefinger auf die Lippen gelegt und einen Journalisten so zum Schweigen aufgefordert.

Teamchef Laurent Blanc hat am Sonntag Nasris Ausraster kritisiert. "Wenn das die Realität ist, ist das eine Respektlosigkeit gegenüber dem Journalisten", sagte der Coach dem TV- Sender TF1. Es gebe "ein Problem von Nasri mit der Presse. Es ist sehr bedauerlich für sein persönliches Image und das der Nationalmannschaft", meinte Blanc. Eine mögliche Sanktion ließen die Verantwortlichen zunächst offen. "Ich bin nicht da, um zu bestrafen, vor allem nicht im Fernsehen", betonte Verbandspräsident Noel Le Graet in der TV- Sendung, kündigte aber gleichzeitig an, dass man den Vorfall untersuchen werde.

geo/AG
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