Die Staatsanwaltschaft hatte das doppelte Strafmaß gefordert. Fuentes wird aber wohl nicht ins Gefängnis müssen, denn Haftstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien in der Regel zur Bewährung ausgesetzt.
Doping mit Eigenblut vorgenommen
Der Gynäkologe Fuentes hatte Dutzenden Sportlern, vor allem Radprofis, beim Doping mit Eigenblut geholfen. Drei weitere Angeklagte wurden freigesprochen.
Zugleich entschied die Richterin Julia Patricia Santamaria, die bei der Anti-Doping-Razzia 2006 sichergestellten Blutbeutel nicht freizugeben. Internationale Verbände und Behörden wie die Welt-Anti-Doping-Agentur hatten gehofft, dadurch Dopingsünder nachträglich überführen zu können. Die Richterin ordnete zudem an, die bei Fuentes sichergestellten Computerdaten zu vernichten.
Spanische Anti-Doping-Agentur protestiert
Die spanische Anti-Doping-Agentur kündigte umgehend Einspruch gegen das Urteil und gegen die Weigerung an, Zugriff auf die Blutbeutel zu erhalten. "Für mich ist die Affäre Puerto nicht beendet, und ich werde weiter daran arbeiten", erklärte Direktorin Ana Munoz. Sie werde die Richterin auffordern, alle Beweise herauszugeben, die Blutbeutel eingeschlossen, damit sie von den zuständigen Stellen beurteilt werden könnten.
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