Doping-Sperren

Doping: ÖSV geht in die Offensive

Sport
29.04.2007 20:05
Im Zusammenhang mit den lebenslangen Sperren gegen sechs österreichische Athleten durch das IOC ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Markus Gandler, Nordischer Direktor des ÖSV für Langlauf und Biathlon, meinte in der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“, dass die Athleten bereit wären, jederzeit eine DNA-Probe abzugeben.

„Das hätte ich mir eigentlich in den vergangenen 14 Monaten erwartet. Irgendetwas läuft da nicht richtig“, kritisierte Gandler die zuständigen Ermittler. Auch Martin Tauber, in dessen Zimmer bei den Olympischen Spielen 2006 in Pragelato ein Hämoglobin-Messgerät konfisziert wurde, will sich das verallgemeinernde Urteil nicht gefallen lassen. 

Der Langläufer brauche dieses Gerät, um seine Werte jederzeit überprüfen zu können, da er einen überdurchschnittlich hohen Hämoglobinwert hat und daher die zulässigen Grenzen schnell überschreiten kann.

„Ich lasse mich wegen meines Hämoglobin-Messgeräts nicht lebenslang für Olympia sperren“, stellte der Tiroler klar, der auch einen Anwalt eingeschaltet hat. „Ich werde eine DNA-Probe abgeben, damit können sie machen, was sie wollen.“ Tauber hofft, dass damit eine eindeutige Zuweisung zu den Benutzern der gefundenen Utensilien möglich sei.

Gandler kündigte an, dass die beiden mittlerweile zurückgetretenen Biathleten Wolfgang Rottmann und Wolfgang Perner in den nächsten Tagen eine Stellungnahme abgeben wollen. Rottmann äußerte sich schon am Sonntag vorweg kurz dazu. „Ich lasse mir sicher kein Doping anhängen. Die Sperre für Olympia ist mir egal, da bin ich so froh, denn mit Olympia will ich nach der Behandlung in Turin nichts mehr zu tun haben“, meinte Rottmann.

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