Bereits 2009 wollte der damalige Interimstrainer Jupp Heynckes den erst 16-jährigen David Alaba in einem Testmatch einsetzen. Doch die strengen Jugendschutzregeln in Deutschland ließen das gesetzlich nicht zu. Im Jänner 2010 war es dann aber so weit. Er durfte mit den Profis ins Trainingslager nach Dubai.
Trainer Louis van Gaal hielt viel von Alaba: "Er ist nicht gut, er ist sehr gut." David hängte sich im Emirat voll rein, trainierte auch danach bei den Profis mit. Am 10. Februar gab es die Belohnung. Van Gaal machte das Super-Talent im Cup-Viertelfinale gegen Greuther Fürth in der 59. Minute zum jüngsten Pflichtspiel-Debütanten (17 Jahre, 7 Monate und 18 Tage). Nur eine Minute nach seiner Einwechslung bereitete Alaba dabei gekonnt das 3:2 von Franck Ribery vor, wirbelte auch danach. Endstand: 6:2.
Gelungenes Champions-League-Debüt
Am 6. März 2010 gab er dann beim 1:1 in Köln sein Bundesliga-Debüt (den Rekord als jüngster Bundesliga-Spieler der Bayern verlor Alaba allerdings heuer an Pierre-Emile Hojbjerg). Nur drei Tage später folgte dann das nächste, noch größere Highlight. Alaba debütierte in Florenz als linker Verteidiger in der Champions League. Es schüttete ohne Ende, dazu blies der Wind mit brutaler Urgewalt. Im Wetterchaos behielt David aber den Überblick und hatte die meisten Ballkontakte seines Teams.
Dabei pfiff, brüllte und gestikulierte er in Richtung Superstar Ribery, um den Franzosen auf dessen Defensivaufgaben hinzuweisen. Bayern stieg trotz des 2:3 ins Viertelfinale auf, und Louis van Gaal lobte: "Er hat mein Vertrauen nicht enttäuscht." Bastian Schweinsteiger gratulierte: "Hut ab, wie cool er mit seinen 17 Jahren gespielt hat." Die "Bild-Zeitung" titelte danach: "Alaba wunderbar".
Wie hart das Profi-Geschäft ist, erlebte Alaba zwei Wochen später. Er patzte in Frankfurt, verschuldete so die 1:2-Niederlage mit. Danach kam er in der Saison in der Bundesliga gar nicht mehr zum Einsatz, und in der nächsten warf ihn ein Bänderriss zurück: Bis zur Winterpause kam er nur zu zwei Kurzeinsätzen – und wechselte für ein halbes Jahr nach Hoffenheim.
Im sechsten Teil lesen Sie, wie Alaba zum Musikstar auf YouTube wurde.
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