John Reseburg, Senior Director of Corporate Communications bei EA, teilte die Entscheidung gegenüber "Venturebeat" in einer E-Mail mit: "Ja, wir stoppen den Online-Pass. Keiner unserer neuen Titel wird dieses Feature nutzen."
Die umstrittene Praxis versuchte Reseburg indes weiterhin als angeblichen Dienst am Spieler zu verteidigen: Ursprünglich sei der Online-Pass konzipiert worden, "um ein Paket aus Inhalten und Dienstleistungen zu schnüren". Viele Spieler habe "dieses Format" jedoch nicht angesprochen. "Wir haben auf das Feedback gehört", so Reseburg, daher habe sich EA für die Abschaffung entschieden. Bei bereits erschienenen Titeln werde der Online-Pass jedoch beibehalten, heißt es.
Zusatzeinnahmen bei Gebrauchtkäufern geholt
Der einmalig verwendbare Online-Pass erlaubt den Zugriff auf bestimmte Inhalte und Dienste - etwa den Multiplayer-Modus - eines Spiels. Fehlt der Online-Pass, weil er bereits verwendet und das Spiel dann weiterverkauft wurde, muss er gegen Gebühr bei EA erworben werden. Betroffene Games sind - je nach Konsole - unter anderem "Battlefield 3", die letzten Spiele der "FIFA"-Reihe und "Mass Effect 3".
Mit diesem 2010 eingeführten System versuchte EA, den Gebrauchtmarkt einzudämmen, schließlich entgehen dem Publisher dadurch Millioneneinnahmen. EA ist nicht das einzige Spieleunternehmen, das so die Wut der Second-Hand-Käufer auf sich gezogen hat, auch Ubisoft und Activision setzen auf ähnliche - und ähnlich unpopuläre - Formate.
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