Der 90-jährige Bruder des Opfers hatte die 86-Jährige leblos in ihrem Bett gefunden und gegen 2.30 Uhr einen Sprengelarzt verständigt. Der Pensionist wohnt im selben Haus im Stadtteil Hötting und sah in den Nächten regelmäßig nach seiner Schwester. Der alarmierte Mediziner habe laut Landeskriminalamtschef Walter Pupp schließlich den Tod der Frau festgestellt. Auf ein Gewaltverbrechen habe zunächst aber nichts hingedeutet.
Erster Hinweis auf Gewalttat bei Leichenbeschau
Doch am Vormittag, während der Leichenbeschau, habe der Mann von einem eingeschlagenen Fenster erzählt. Zudem wurden am Hals der Frau Spuren von Gewalteinwirkung festgestellt. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert.
In dem dreistöckigen Mehrfamilienhaus seien die Fenster eigentlich alle vergittert, berichtete Pupp. Im Zuge eines Fenstertausches vor Jahren seien die Vergitterungen im Parterre aber offenbar vergessen worden. Eines dieser ungesicherten Fenster dürften der oder die Täter nun zum Einsteigen benutzt haben. Ob Wertgegenstände fehlen, konnte bislang nicht geklärt werden. Womöglich wurden die oder der Täter von der 86-Jährigen überrascht.
Polizei sucht Zeugen
Der rund einen Meter lange Absperrpfosten wurde laut Polizei mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einer nahe gelegenen Wohnhausanlage entwendet. Gesucht werden daher Personen, die in der Nacht auf Montag eventuell die Entnahme der Stange beobachtet oder jemanden gesehen haben, der sich mit dem Gegenstand in Tatortnähe aufgehalten habe.
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