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Regierung pfeift auf Sparkurs - 3,3 Mio. € für Polit-Mitarbeiter

12.03.2010, 09:56
Regierung pfeift auf Sparkurs - 3,3 Mio. € für Polit-Mitarbeiter (Bild: Krone Grafik)
Foto: Krone Grafik
Beim Amt setzt Salzburgs Regierung brutal den Rotstift an – in den eigenen Büros ist vom Sparkurs wenig zu spüren. Ganz im Gegenteil: Seit 2004 ist die Zahl der Polit- Mitarbeiter um 22 Prozent gestiegen. Das zeigt eine brandneue Anfrage der FP im Landtag.

Seit Jahren predigt die Regierung, dass in Salzburg eine "schlanke Verwaltung" nötig sei, und brummte dem Amt deshalb im Vorjahr ein brutales Sparpaket auf. Aber wenn es um die eigenen Büros geht, sind die Landeshauptleute und die Landesräte beim Sparen nicht mehr so pingelig.

Ganz im Gegenteil: Stattliche 59 Mitarbeiter werken in den sieben Regierungsbüros – und dazu kommen noch die sieben Kraftfahrer, weil jedes Regierungsmitglied ja den Anspruch auf einen Dienstwagen mit Chauffeur hat…

3,3 Millionen Euro jährlich

Die Zahlen hat FP- Boss Karl Schnell mit gezielten Fragen an Personal- Chef Sepp Eisl herausgekitzelt. Und Schnell rechnet: "Allein die Polit- Mitarbeiter in den Büros kosten die Steuerzahler mehr als 3,3 Millionen Euro im Jahr!"

Stäbe aufgestockt

Und während überall sonst gespart wird, stocken die Landespolitiker ihre Stäbe sogar massiv auf: Noch 1999 kam die Regierung mit 43,75 Posten aus – einige davon als Teilzeitjobs, deshalb das Komma. Ende des Jahres 2004 waren es schon 48,37 Posten. Und heuer sind es bereits 59!

Doppelte Arbeit für Kollegen im Amt

Schnell: "Das ist eine Steigerung um 22 Prozent in den letzten fünf Jahren. Allein 25 sind Akademiker und damit besonders teuer." Was ihn am meisten stört: "Einige Mitarbeiter leiht sich die Regierung im Amt aus – diese Leute arbeiten in der Politik, ihre Jobs im Amt bleiben unbesetzt, die Arbeit müssen die Kollegen dort noch zusätzlich erledigen."

Am stärksten war übrigens der Anstieg direkt im Chiemseehof: Alt- Landeshauptmann Franz Schausberger kam 1999 mit 11,25 Posten für Mitarbeiter aus, bei Burgstaller werken immerhin 15 Bedienstete!

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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