Die Pensionistin gab sich ahnungslos, als sie das erste Mal von einem Finanzbeamten kontaktiert wurde. Er hatte bei der Durchsicht ihrer Abgaben Ungereimtheiten entdeckt. Offenbar hatte die Frau nicht alle Steuern bezahlt. Sie erhielt in der Folge einen Strafbescheid. Diesen ignorierte sie aber vorerst.
Bei der nächsten Überprüfung gab es wieder Probleme. Mehr als 3.000 Euro hatte die Frau unterschlagen. Erneut wurde sie zu einer Geldstrafe verurteilt. Doch auch diesmal beglich sie die Summe nicht. 7.600 Euro war sie dem Fiskus mittlerweile schuldig geblieben. Immer wieder flatterten Mahnungen ins Haus, doch sie reagierte nicht. Das Finanzamt erwirkte schließlich einen Vorführungsbefehl.
Zwei Polizisten machten die Schuldnerin dann am Montag in einem Lokal in der Siebenstädterstraße ausfindig und brachten die Frau in die Justizanstalt. Dort sitzt sie jetzt als Ersatz für die 7.600 Euro 38 Tage ein. Danach sind ihre Schulden getilgt.
Kronen Zeitung