Grödigs Bergrettungschef Bruno Tischlinger alarmierte kurz vor 16 Uhr Ortsfeuerwehrkommandat Charly Wirnsberger: "Ich seh' da eine Riesen- Rauchwolke!" Feuerwehren aus Wals, Anif, Fürstenbrunn, Grödig und auch die Berufsfeuerwehr eilten zu dem brennenden Wohnhaus am Pflegerweg.
"Unsere Männer brachten eine Frau in Sicherheit", so Wirnsberger, "den Hausbesitzer konnten wir nicht erreichen, er weilt in Berlin." Er hatte offenbar Feuerwerkskörper der Klasse 3 im Dachgeschoss gelagert. Sie haben sich möglicherweise durch die extreme Hitze selbst entzündet.
Der Löscheinsatz gestaltete sich wegen des Wassermangels und der ständig explodierenden Feuerwerkskörper äußerst schwierig. Mehrere Kilometer Schlauchleitungen waren nötig, um das Löschwasser aus dem Almkanal zur Brandstelle zu pumpen.
Die Hausbewohnerin wurde mit einem schweren Schock vom Notarzt des Roten Kreuzes vor Ort versorgt. Von der Einrichtung des Gebäudes konnten die Feuerwehrmänner nichts retten. Sie konnten lediglich verhindern, dass die Flammen auf den unmittelbar angrenzenden Bauernhof eines Salzburger Geschäftsmannes übergriffen.
Kronen Zeitung