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Feuerwehrmänner waren bei Brand in Lebensgefahr

30.06.2010, 01:00
Feuerwehrmänner waren bei Brand in Lebensgefahr (Bild: Weber)
Foto: Weber
Großes Aufsehen hat Mitte Juni der Brand eines Hauses an der Pflegerstraße in Grödig gesorgt: Hunderte Feuerwerkskörper sind im Dachgeschoss explodiert, die gewaltige Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Brandermittler fanden im heißen Brandschutt scharfe Granaten: "Unvorstellbar, was da passieren hätte können."

Funkenflug und ein undichter Kamin waren die Ursache jenes Brandes, bei dem am 11. Juni an der Pflegerstraße in Grödig ein Wohnhaus total zerstört wurde.

Nach mehreren Explosionen und bunten Stichflammen aus dem Dachgeschoss stellte sich heraus: Der Besitzer war Pyrotechniker und hatte offenbar Hunderte Sprengkörper der Klassen 3 und 4 im Haus gelagert. Feuerwehrkommandant Karl Wirnsberger: "Das war damals der Grund für den Befehl: Das Feuer wird nur durch einen Außenangriff bekämpft."

Hausbesitzer verschweigt Gefahr

Beim Eintreffen der Brandermittler telefonierten diese nochmals mit dem in Berlin weilenden Hausbesitzer: "Können wir ohne Gefahr in das Haus?", was dieser ausdrücklich bejahte. Doch die Kriminalisten entdeckten unter verkohlten Zeitungsstapeln Unfassbares: In einem Karton verpackt lagerten noch mehrere scharfe Granaten, die nicht explodiert waren. Übungsgranaten, wie sich später herausstellen sollte.

Eine gar nicht zuständige Behörde intervenierte bei den Ermittlern "sie möge doch den Fund einfach vergessen." Was diese natürlich nicht taten und den Fall an die Staatsanwaltschaft weiter reichten. Feuerwehrkommandant Karl Wirnsberger: "Es ist eine unglaubliche Veranwortungslosigkeit des Hausbesitzers, Feuerwehr und Polizei über die Gefahren im Unklaren zu lassen."

Kronen Zeitung

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