Du solltest dein Heizsystem auf eine geringere Temperatur absenken. Moderne Thermostate verfügen bereits über einen Urlaubsmodus, bei dem du die Tage bis zu deiner Rückkehr programmieren kannst und eine Temperatur eingibst, unter welche die Raumtemperatur nicht fallen darf. Diese sollte so gewählt werden, dass das Wiederaufheizen nach der Rückkehr nicht zu viel Energie verbraucht. Bei Abwesenheiten bis zu zwei Tagen sind 15 Grad Celsius optimal, bei längeren Abwesenheiten kannst du bis auf zwölf Grad Celsius absenken.
Weiters solltest du das Wasser abdrehen und gegebenenfalls die Leitungen entleeren, damit gerade in Außenbereichen keine Frostschäden entstehen können. Achte nur darauf, dass du nicht das Wasser für den Heizkreislauf abdrehst, da sonst deine Heizung ein Problem hat.
Bevor du dich auf den Weg machst, solltest du dir Zeit für einen abschließenden Rundgang durch dein Zuhause nehmen: Sind alle Fenster und Türen auch wirklich verschlossen? Sind alle Vorhänge geordnet vorgezogen? Sind alle Lichter abgedreht, genauso wie alle Wasserhähne? Brennen keine Kerzen mehr? Falls vorhanden: Alarmanlage und Bewegungsmelder aktivieren.
Zeitschaltuhren, die bewirken, dass Lampen in einzelnen Räumen des Hauses bzw. Radiogeräte eingeschaltet werden und sich nach einiger Zeit wieder abschalten, täuschen die Anwesenheit einer Person vor. Einbrecher werden durch die Geräusche bzw. Lichtquellen abgeschreckt.
Bist du Hausbesitzer, solltest du auch dafür sorgen, dass sich jemand um die Räumung deines Gehwegs kümmert. Denn du bist als Eigentümer immer für die Entfernung von Schnee und Eis verantwortlich.
Auch volle Briefkästen sind eindeutige Zeichen für Einbrecher. Du solltest entweder einen Postnachsendeauftrag bei deiner Post beauftragen oder den Postkastenschlüssel bei einem Familienmitglied bzw. einem netten Nachbarn hinterlegen, der sich um dein Brieffach kümmert.
Räume, in denen wertvolle Geräte stehen, sollten nach Möglichkeit noch einmal extra versperrt werden. Informiere deinen "Housesitter", wo er die Schlüssel im Notfall finden kann. Einbrecher werden sich beim Einbruchversuch eher abgeschreckt fühlen, wenn sie die sprichwörtlichen sieben Siegel überwinden müssen – je mehr Hindernisse, desto besser.
Schmuck und Bargeld sollten entweder in einem eingebauten Möbel- bzw. Wandtresor verstaut oder optimalerweise in einem Bankschließfach deponiert werden. So bist du bei wirklich wertvollen Dingen sicher, dass sie keinem Einbruch zum Opfer fallen. Dasselbe gilt für Sparbücher und Versicherungspolizzen, die auch im Fall einer Überschwemmung oder eines Feuers im Bankschließfach besser aufgehoben sind.
Abwesenheitsnotizen in E- Mails oder geänderte Ansagen auf dem Anrufbeantworter sind genauso wie Zettel auf Postfächern keine gute Idee, da sie Details deiner Abwesenheit verraten – du solltest auf sie eher verzichten.
Pflanzen-Sitting
Hast du nicht die Möglichkeit, deine Pflanzen von einer guten Fee gießen zu lassen, dann helfen beigestellte Wasserflaschen, die deine Pflanzen über Gießkarotten mit Wasser versorgen. Für den Garten gibt es Gießanlagen mit Zeitschaltuhr, die eine Bewässerung sicherstellen. Generell solltest du darauf achten, dass deine Pflanzen nicht in der prallen Sonne stehen müssen und auch sonst keinen extrem ungeschützten Standort während deines Urlaubs haben. Ideal sind Keller- bzw. Außenstiegen und Standorte der Wand entlang.
Du solltest einem Freund oder Familienmitglied in jedem Fall deine Reiseorte mit Adressen und Notfallnummern bekannt geben. Sind diese auch zur gleichen Zeit verreist, solltest du einen Nachbarn ersuchen, ein offenes Auge auf dein Zuhause zu haben und dort deine Kontaktdaten hinterlassen. Hast du jemanden, der sich in deiner Abwesenheit um dein Zuhause kümmert, ist es gut, dessen Kontaktdaten bei einem Nachbarn zu hinterlassen, damit dieser im Notfall Alarm schlagen kann.