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Wo der Gast noch König ist

02.04.2008, 08:16
Wo der Gast noch König ist (Bild: Rauris Tourismus)
Foto: Rauris Tourismus
Das Raurisertal - im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern - bietet ein unvergleichliches Angebot an Natur- und Freizeitaktivitäten. Es gibt wahrhaftig für alle und jeden etwas: von Extremsportarten wie Klettern und Canyoning bis hin zum gefahrlosen Freizeitvergnügen für die ganze Familie. Aber auch Erholungssuchende, Naturliebhaber, Geschichtsinteressierte und Fans der heimischen Gastronomie kommen im Raurisertal voll auf ihre Rechnung.

krone.at bat Frau Marina Breycha vom Tourismusverband Raurisertal um Tipps für einen erholsamen Urlaub in einem der Naturjuwele Österreichs.

krone.at: Was ist das Besondere am Raurisertal?

Breycha: Das Raurisertal ist ein 30 Kilometer langes, wunderschönes Tal am Fuße Sonnblicks und liegt ca. 80 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Salzburg inmitten des Nationalparks Hohe Tauern. Rauris befindet sich auf einer Seehöhe von knapp 950 Metern und wir sind stolz zu behaupten, 360 Tage im Jahr nebelfrei zu sein. Neben dem florierenden Goldbergbau bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ist die Gegend auch durch die am höchsten gelegene Wetterwarte Europas auf dem 3.105 Meter hohen Sonnblick bekannt.

krone.at: Welche besonderen Aktivitäten bieten sich an?

Breycha: Speziell für den Sommerurlaub gibt es zahlreiche Glanzpunkte: Beschauliche Wanderrouten durch die überwältigenden Landschaften in einem der schönsten Alpentäler, Wanderreiten und Pferdetrekkingtouren, Erholung beim Angeln oder Nationalparkwanderungen auf den Spuren der Goldgräber bis in die Gletscherregion bewirken erfrischende Entspannung. Abenteuerlicher wird es beim Felsenklettern, glänzender beim Goldwaschen, bewegender beim Mountainbiken und atemberaubender bei Tierbeobachtungen oder beim Bezwingen des Hohen Sonnblicks mit dem höchsten Wetterobservatorium Europas.

Als Umrahmung zu den genannten Aktivitäten bieten sich die goldenen Rauriser Highlights sehr gut an, wie zum Beispiel die "Säumer Roas", wo eine Gruppe Säumer wie vor einigen Jahrhunderten mit Ross und Gepäck durch eines der Seitentäler über die Alpen bis nach Rauris ziehen oder am "Goldenen Bauernherbst Fest", bei dem in Rauris altes Bauernhandwerk gelehrt und präsentiert wird. Und schließlich machen die herzliche Gastfreundschaft und Gemütlichkeit der Rauriser Betriebe den Urlaub im Raurisertal zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Außerdem unbedingt sehenswert: die Greifvogelwarte, ein Alpenwildgehege, eine 500 Jahre alte Schnapsbrennerei, der Gletscherschaupfad und der Tauerngolderlebnisweg, Hüttenzauber im Heulager, Käse- Kulinarik auf der Alm, Beobachtung von Geiern in freier Wildbahn und ab Anfang August auch das neue Informationszentrum "König der Lüfte".

krone.at: Stichwort Goldwaschen: Nur ein spannendes Erlebnis oder eine alternative Geldanlage?

Breycha: Mehr als 1.000 Jahre lang, bis ins Jahr 1927, wurde im Talschluss des Raurisertals, in Kolm- Saigurn am Fuße des Hohen Sonnblicks, das edle Tauerngold systematisch abgebaut. Heute ist das Goldwaschen zur erfrischenden Freizeitaktivität für Urlauber und Einheimische in Rauris geworden und so bricht das Goldfieber jeden Sommer erneut aus und bietet für alle Schatzsucher - und solche die es werden wollen - eine willkommene Abwechslung. Es fordert zwar etwas Geduld, das funkelnde Metall zu bergen, jedoch keine Anstrengung. Die Ausbeute – feine Plättchen aus purem Gold, die vorsichtig aus dem Flusssand gespült werden – darf man selbstverständlich behalten.

krone.at: Stichwort Tradition und Extremsport - ein Widerspruch?

Breycha: Da bei uns die Extermsportarten reine Natursportarten sind, stellen diese zur Tradition und der Philosophie des Ortes keinen Widerspruch dar. Im Gegenteil, sie können bestens neben- und miteinander bestehen.

krone.at: Und wie sieht es mit Extremsport und sanftem Tourismus aus - ein Widerspruch?

Breycha: Nein. Naturschutz und Extremsportarten, die bei uns betrieben werden wie Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken (also keine motorisierten Sportarten), stellen keine Gegensätze dar, denn die Natur im Raurisertal wird mit und nicht vor dem Menschen geschützt. Dabei werden Natursportler als Partner beider Umsetzung der Ziele angesehen.

krone.at: Gibt es den Trend "Zurück zur Natur" auch im Raurisertal?

Breycha: Der sanfte Tourismus kombiniert mit aktiver Bewegung und Gesundheit etabliert sich immer mehr zum Trend. Die Ruhe sowie die Suche nach "Kraftplätzen" werden in Zukunft verstärkt gewünscht! Wir bieten gerade auf diesem Sektor die allerbesten Voraussetzungen.

krone.at: Der Geheimtipp für unsere Leser...

Breycha: Der Rauriser Urwald ist ein Naturschauspiel, das in seiner Schönheit kaum beschreibbar ist: 80 Tümpel, Seen und Moore prägen die Landschaft des jahrhundertealten Bergsturzwaldes. Durch diese ungewöhnlichen Begebenheiten auf 1.600 Meter Seehöhe hat sich die Vegetation im einzigen Hochmoor der Alpen dementsprechend entwickelt. Hier erleben Wanderer und Naturliebhaber eine außergewöhnliche, einzigartige Pflanzenwelt sowie eine artenreiche, größtenteils geschützte Tierwelt.

krone.at: Urlaub im Raurisertal bedeutet außerdem...

Breycha: Die schönste Zeit im Jahr für unsere Gäste so zu gestalten, dass die Erwartungen, Sehnsüchte und Träume jedes Einzelnen erfüllt werden. 

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