Michael Mairhofer vom Alpbachtal Seenland Tourismus erzählt im krone.at- Interview, warum es sich auszahlt, gerade in dieser Region Urlaub zu machen und was man dabei auf keinen Fall verpassen sollte.
krone.at: Was ist das Besondere am Alpbachtal Seenland?
Alpbachtal Seenland: Unsere Tourismusregion ist ein Zusammenschluss von zehn Orten mit sehr unterschiedlichen Freizeit- und Erlebnisangeboten: Alpbach ist als schönstes Dorf Österreichs ausgezeichnet, Rattenberg ist die kleinste Stadt Österreichs und bekannt für seine handwerklichen Glasbetriebe, Kramsach gilt als das Seendorf, Reith im Alpbachtal als das Familiendorf, Brixlegg als der Einkaufs- und kulinarischer Treffpunkt, Radfeld als das Dorf am Inn - optimal für Skater und Radfahrer, Münster als das Sonnendorf am Rofan (Bergmassiv), Brandenberg als das ursprüngliche Hochtal, Breitenbach als die Europagemeinde und Kundl als sportlich- modern.
krone.at: Sind "Bio", "Naturnah" und "Ökotourismus" nur Schlagworte aus der Werbung?
Alpbachtal Seenland: Nein, durchaus nicht. Die Region ist zum Beispiel bekannt für den Alpbachtaler Heumilchkäse, ein Produkt der Genussregionen Österreichs, das ausschließlich aus lokaler Milch und ohne chemische Zusätze hergestellt wird. In Brandenberg lehrt eine bekannte "Kräuterhexe" die Wundermittel aus Mutter Natur. Auch die Naturerlebnisschule Brandenberg geht den Weg "Zurück zur Natur".
krone.at: Wie begeistert man traditionelle Strandurlauber im Sommer für das Alpbachtal Seenland?
Alpbachtal Seenland: Durch die einzigartige Berg- See- Kombination. Es warten unter anderem Tirols wärmste Badeseen mit bis zu 27 Grad Celius warmem Wasser, also absolut mit Temperaturen des Mittelmeers vergleichbar. Neber exklusiven Hotel- und Wellnessanlagen gibt es gemütliche Pensionen, familiäre Privatzimmer bis hin zu top Campingmöglichkeit. Zum Ausgleich auf die Seenlandschaft wartet die prachtvolle Bergwelt mit herrlichen Wander- und Klettermöglichkeiten und für die, die es etwas geruhsamer wollen, mit drei Sommerbergbahnen.
krone.at: Badeurlaub in Tirol? Was versteht man unter der Alpbacher Wasserwelt?
Alpbachtal Seenland: Die reichhaltige Ressource Wasser in der Region. Sie besteht aus sechs Naturseen, davon sind vier Badeseen, zwei wunderschönen Klammen in Brandenberg, zahlreiche Bergseen und natürlich dem Inn sowie vielen weiteren Flüsse und Bäche mit Schluchten und Klammen. Auch Tirols namhafteste Mineralwässer kommen von hier.
krone.at: Was sollten Naturfreunde auf keinen Fall versäumen?
Alpbachtal Seenland: Ein absolutes Muss sind die Tiefenbach- und die Kaiserklamm in Brandenberg. Der Zireiner See am Rofangebirge ist ein Erlebnis für sich, der Berglsteinersee ist nicht nur für Romaniker sehenswert und auf jeden Fall der Gratlspitz über Alpbach.
krone.at: Was erwartet mich in der "Kräuterwelt"?
Alpbachtal Seenland: Hierbei handelt es sich um einen von Gertrud Messner permakulturell angelegter Kräutergarten. Sie besitzt tirolweit eine der umfangreichsten Kenntnisse der Naturheilkräuter und hat auch bereits zwei Kräuterbücher herausgebracht. Sie bietet interessante und äußerst wohlriechende Kräuterführungen an.
krone.at: Was kann man in der "Natur Erlebnis Schule" lernen?
Alpbachtal Seenland: Vor allem Erwachsene und Kinder aus Städten bzw. mit wenig Naturbezug lernen die Natur mit den ursprünglichen Sinnen wieder zu entdecken. Es gibt bewusst kein Fernsehen und keinen Strom - Playstations haben hier nichts verloren. Man schläft in natürlichen Tippis und bereitet das Essen zum Teil selber zu. Eine Feuerstelle nach keltischem Vorbild ist der zentrale Treffpunkt. Es geht um Feuer, Wasser, Pflanzen und Tiere im Wald und bei Spiel, Spaß und Action werden die wichtigsten Überlebenstechniken in der Natur erlernt.
krone.at: Wie und wobei kann man sich im Alpbachtal Seenland am besten erholen?
Alpbachtal Seenland: Da gibt es viele Arten. Man kann sich z.B. auf einem der zahlreichen Bauernhöfe in Alpbach einquartieren und dort uriges Flair und doch Top- Wohnkomfort genießen. Oder im Naturhochtal Brandenberg, wo der Tourismus noch sanfte Züge trägt.
krone.at: Und für die, die etwas mehr Action haben wollen?
Alpbachtal Seenland: Da empfiehlt sich das "Outdoor Zentrum Kramsach". Neben dem Naturhochseilgarten, Wildwassersport mit Rafting, Schlauchreiten, Kajak etc. gibt es heuer neu geführte Quad Touren. In Alpbach stehen geführte Biketouren mit der Activbiking Gruppe oder eine geführte Segway- Tour (Segways sind elektronisch gesteuerte Roller) am Programm.
krone.at: Kultur und Tradition - was sollte man sich unbedingt gesehen haben?
Alpbachtal Seenland: Das Museum Tiroler Bauernhöfe ist Tirols größtes Freilichtmuseum mit 14 original erhaltenen Höfen. Rattenberg darf sich als die kleinste Stadt Österreichs rühmen und ist bekannt für seine Glaskunst. In Kramsach befindet sich der Skulpturenpark von Alois Schild, einem zeitgenössischen Tiroler Künstler. Hier können Urlauber diverse Ausstellungen und Konzerte besuchen.
krone.at: Familienurlaub - welche Highlights gibt es für die lieben Kleinen?
Alpbachtal Seenland: Den "Juppi Zauberwald" am Reither Kogel. Das ist ein zwei Kilometer langer Rundwanderweg mit tollen Spielstationen aus Holz. Im "Lauserland" am Wiedersbergerhorn erwartet die Kids ein Erlebnisparcours mit Riesenrutsche, Lauserlandhöhle, Erlebnisteich u.v.m.
krone.at: Ein Geheimtipp für unsere Leser?
Alpbachtal Seenland: Der Grubersee, oberhalb der Steinbergalm in Inneralpbach gelegen, ist ein noch wenig bekanntes Naturjuwel.
krone.at: Urlaub machen bedeutet außerdem...
Alpbachtal Seenland: Erholen mit Erlebniswert - mit all den natürlich vorhandenen Ressourcen - kein Disneyland.