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So klappt die Autofahrt mit Baby

01.02.2010, 18:49
So klappt die Autofahrt mit Baby (Bild: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images)
Foto: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images
Hat sich einmal Nachwuchs eingestellt, dann steht das Leben meistens Kopf. Die einfachsten Dinge werden zu einer Angelegenheit, die großer Organisation bedarf. So auch längere Fahrten mit dem Auto, wie sie im Rahmen einer Urlaubsreise üblicherweise vorkommen. Wenn du Glück hast, schläft dein Baby durch die sachte Vibration des Vehikels ein, wenn du Pech hast, können dir stundenlange Protestschreie blühen. Wie die Autofahrt gut über die Bühne gehen kann, erfährst du hier.

Voraussetzungen im Auto schaffen

Dein Baby muss in einem geeigneten Babysitz transportiert werden, also einer Babyschale bei sehr kleinen Säuglingen oder einem Kindersitz bei den etwas Größeren. Achte darauf, den Sitz richtig und sicher zu montieren, optimalerweise am Rücksitz des Autos, da hier die Gefährdung durch den Beifahrer- Airbag nicht so sehr gegeben ist. Stelle sicher, dass dein Kind vor direkter Sonneneinstrahlung und Lüftungsgebläse geschützt ist, da beides Unwohlsein erzeugt. Begib dich nach Möglichkeit nicht allein auf die Reise, damit du zumindest etappenweise immer wieder hinten bei deinem Kind sitzen und dich um es kümmern kannst, wenn es unruhig wird.

Pausen

Eine Babyschale ist keine sehr bequeme Angelegenheit: Die Kinder haben darin meist eine sehr verkrümmte Haltung, die zu Rückenschmerzen und in weiterer Folge Bauchweh führen kann. Stündliche Pausen von etwa einer Viertelstunde sind daher empfehlenswert – auch wenn dein Kind schon in einem Kindersitz reisen kann. So kann sich dein Kind immer wieder etwas bewegen und auflockern. Auch ist wichtig, dass dein Kind regelmäßig etwas zu trinken bekommt, da die Luft im Auto gerade von Babys als sehr trocken empfunden wird.

Testfahrt unternehmen

Bevor du dich auf eine längere Tour begibst, solltest du wissen, wie dein Kind auf die Fahrt reagiert. Schläft es seelenruhig, sobald der Motor läuft, oder geht das große Geschrei los? Mag dein Kind das Fahren nicht so sehr, dann kann es eine Option sein, die Fahrt zur Schlafenszeit des Kindes anzusetzen, also während des Nachmittagsschläfchens oder überhaupt erst abends.

Für Ablenkung sorgen

Packe in jedem Fall die Lieblingsspielsachen deines Kindes ein und sorge dafür, dass es eine Beschäftigung bekommt, wenn es beginnt, sich zu langweilen. Denn früher oder später kommt bei jenen Babys, die nicht schlafen, der Moment, wo sie aufgeben, die für ihre Verhältnisse viel zu schnell vorbeiziehende Landschaft aufnehmen zu wollen. Und dann wird gemaunzt. Du kannst zur Ablenkung ein paar weiche Spielsachen, wie etwa kleine Plüschfiguren mit elastischen Bändern an der Rückseite des Vordersitzes oder dem Überkopf- Haltegriff befestigen, damit dein Baby sich nach ihnen strecken und mit ihnen spielen kann. Auch ruhige Musik kann helfen, einen kleinen Schreihals zu besänftigen. Du solltest in jedem Fall schon auf die ersten Anzeichen von Unruhe reagieren. Denn ist der Weltschmerz einmal groß, helfen meist alles Zureden und sogar der Lieblingsteddy nichts mehr.

Was tun bei Reisekrankheit?

Die Übelkeit beim Autofahren tritt dann auf, wenn das Gleichgewichtsorgan und die Augen unterschiedliche Sinneseindrücke an das Gehirn liefern, die dieses nicht verarbeiten kann: Die Augen vermitteln den Eindruck, dass man in einem geschlossenen Raum sitzt, die Vibrationen und Kräfte beim Kurvenfahren sagen dem Gehirn aber das genaue Gegenteil. Gerade Kinder sind leichter anfällig auf derartige Beschwerden. Merkst du, dass deinem Kind schlecht wird, dann versuche, seinen Blick nach vorne oder seitlich aus dem Fenster zu lenken. Der Blick nach unten erhöht das Unwohlsein. Lüfte, um frische, kühle Luft ins Fahrzeug zu lassen. Für den Fall, dass dein Kind erbrechen muss, solltest du einen Waschlappen und Wechselkleidung sowie einen Plastiksack immer mit dabei haben. Tabletten gegen die Übelkeit sollten nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt eingesetzt werden.

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