krone.at sprach mit Bernd Siorpaes vom Tourismusverband Salzburger Saalachtal über die Besonderheiten der Region und weshalb es sich auszahlt, Urlaub in Österreich zu machen.
krone.at: Was ist das Besondere am Saalachtal?
Saalachtal: Ein großer Vorteil ist die zentrale Lage im Dreiländereck Salzburg- Tirol- Bayern. Die reizvolle Berglandschaft der Reither- , Leoganger- und Loferer Steinberge ist ein Erlebnis für erfahrene Bergsteiger wie ambitionierte Spaziergänger.
krone.at: Wann muss man bereits buchen, um seinen Urlaub im Saalachtal verbringen zu können? Haben Spontanurlauber eine Chance auf einen Schlafplatz?
Saalachtal: Natürlich gilt auch bei uns, je früher desto größer ist die Auswahl. Aber die zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten in den dazugehörenden Gemeinden Lofer, St. Martin, Unken und Weißbach bieten sicher auch für Spontanurlauber ein gemütliches Bett vom Vier- Sterne- Hotel bis hin zur gemütlichen Privatpension.
krone.at: Man hört soviel vom sanften oder naturnahen Tourismus. Was genau bedeutet das für die Region?
Saalachtal: Für uns bedeutet es in erster Linie, Tourismus im Einklang mit der Natur zu betreiben.
krone.at: Welche sportlichen Aktivitäten stehen in Lofer und Umgebung am Programm?
Saalachtal: Die imposante Bergkulisse lädt natürlich hauptsächlich zu Erkundungen zu Fuß oder per Mountainbike ein. In der Saalach tummeln sich Abenteuerhungrige in Rafts, Kajaks und Kanus. Eine weitere, etwas ruhigere "Wassersportart" zieht zunehmend Erholungssuchende unsere reinen Gewässer: das Angeln. An den flacheren Ufern kann man seine Inlineskates auspacken und so die Umgebung zügig erkunden.
krone.at: Und für die, die es extremer haben möchten?
Saalachtal: Wie wäre es mit einem Cayoningtrip in der Seisenbergklamm? Die wilden Stromschnellen der Saalach garantieren jedem Abenteuerhungrigen seinen Adrenalinschub. Oder einen Ausflug durch die luftigen Höhen mit einem Paragleitflug von der Loferer Alm? Ausgebildete Guides helfen bei den ersten Versuchen.
krone.at: Steht der sanfte Tourismus im Widerspruch zu Extremsportarten?
Saalachtal: Nein, die actiongelandenen Sportarten sind eine andere Art die Natur zu erfahren. In diesem Bereich wird äußerst verantwortungsbewusst gearbeitet.
krone.at: Was wird reinen Erholungssuchenden geboten?
Saalachtal: Wellness tut Körper, Geist und Seele gut. Neben sanften gut ausgebauten Spazier- und Wanderwegen in malerischer Postkartenumgebung empfehlen wir zum Beispiel ein echtes Almheubad im Naturpark Weißbach.
krone.at: Urlaub auf dem Bauernhof oder auf der Alm bedeutet…
Saalachtal: Einfachheit mit (fast) allem Komfort. Ob Romantik mit Sauna und Candle- Light in einem Kaser der Loferer Alm oder Familienurlaub am Bauernhof mit Erlebnissen für Groß und Klein - beides ist möglich.
krone.at: Welche speziellen Traditionen kann man im Saalachtal erleben?
Saalachtal: Brauchtum hat bei uns nicht nur mit der Vergangenheit zu tun, es gehört einfach zu unserem Leben. Gerne lassen wir uns dabei auch von unseren Gästen über die Schulter schauen. Der Verein TEH (traditionell europäische Heilmittel) zum Beispiel sammelt altes Wissen und bereitet es neu auf - bei "Die heilsamen Tage" oder dem "Saalachtaler Kräuterzauber" kann man diese Traditionen erleben.
krone.at: Was kann man bei Schlechtwetter unternehmen?
Saalachtal: Da bieten sich zum Beispiel die Saalachtaler Naturgewalten mit den bizarr geformten Klammen und der längsten wasserführenden Durchgangshöhle der Welt - der Lamprechtshöhle - an. Weiters versüßen zahlreiche Wellnesseinrichtungen den Urlaubern einen Regentag. Für die, die es auch bei Schlechtwetter ins Freie zieht, empfehlen wir einen Action- Tag im Wildwasser, denn da wird man ohnehin nass.
krone.at: Ein Geheimtipp für unsere Leser?
Saalachtal: Eine geführte Sonnenaufgangswanderungen mit anschließendem Pinzgauer Almfrühstück oder einen hausgemachten Kaiserschmarrn in einem der vielen gemütlichen Gasthöfe auf dem Weg zur Herberge. Denn Kulinarik wird bei uns groß geschrieben.
krone.at: Urlaub machen bedeutet außerdem...
Saalachtal: Zeit bei Freunden verbringen.