Hertha T. ist 64 Jahre alt und hat Manuel bisher zum Großteil alleine betreut. "Mein Sohn hat Teil-Leistungsschwächen und ist Rollstuhlfahrer. Ihm täte es sicher gut, wenn er noch eine andere Bezugsperson als seine Mutter hätte", denkt Frau T. auch an die Zeit, wenn sie die Betreuung nicht mehr alleine schafft.
Vorerst sollte eine "Persönliche Assistenz" ihren Sohn aber vor allem für Unternehmungen in der Freizeit zur Verfügung stehen. Die Beschränkung dieser Leistung auf körperlich beeinträchtigte Menschen erklärt man in der Abteilung Soziales des Landes Oberösterreich damit, dass die Auftraggeber imstande sein müssen, Aufträge an die AssistentInnen zu formulieren.
"Manuel kann sich solche Dinge sehr wohl selbst ausmachen. Er kann sich gut artikulieren", hält dem Hertha T. entgegen. "Es heißt immer, dass behinderte Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen sollen, und dann macht man es ihnen so schwer." Das Land hat nun vor, die Zielgruppe für die Persönliche Assistenz auch auf Menschen mit Lernbeeinträchtigung auszuweiten.
Ein Konzept wurde bereits erstellt. Die Umsetzung scheitert derzeit aber an den Finanzen, teilte man uns auf Anfrage mit.
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