Mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen wurde Phelps zum erfolgreichsten Teilnehmer der Spiele in London. Das hatte er schon in Athen 2004 mit sechs Gold- und zwei Bronzemedaillen sowie in Peking 2008 mit acht Goldmdedaillen geschafft. In London blieb er außer in der Lagenstaffel auch in der langen Kraulstaffel sowie über 100 Meter Delfin und 200 Meter Lagen erneut erfolgreich. Auf diesen Distanzen schaffte Phelps als erster Mann auf Einzelstrecken ein Olympia-Triple.
Außerdem hat der 27-fache Weltmeister nun den Medaillenrekord bei Olympischen Spielen der sowjetrussischen Turnerin Larissa Latynina überboten, letztlich um vier Medaillen. Zu Lagenstaffel-Gold stürmte Phelps zum Abschluss seiner unvergleichlichen Laufbahn als Delfinschwimmer mit Matthew Grevers, Brendan Hansen und Nathan Adrian. In 3:29,35 Minuten wurde Japan um 1,91 Sekunden und Australien um 2,23 Sekunden auf die Plätze verwiesen.
Phelps hat alle Ziele errreicht
"Das ist verrückt, davon habe ich geträumt", sagte Phelps dazu, als erfolgreichster Olympionike abzutreten. "Mein Trainer Bob Bowman und ich haben dafür gearbeitet. Wenn ich auf meine Karriere zurückblicke, habe ich erreicht, was ich wollte." Dass es ohne ihn langweilig werde, glaubt Phelps nicht. "Da gibt es noch so viel mehr, das geschafft werden kann."
Weitere Weltrekorde am Schlusstag
Am Schlusstag der Schwimmbewerbe gab es zwei weitere Schwimm-Weltrekorde, insgesamt wurden es neun. Bei den Damen waren es überhaupt die ersten sechs nach 2009 bzw. dem Ende der Ganzkörperanzug-Ära. Für den letzten sorgte die Lagenstaffel der US-Damen mit Missy Franklin, Rebecca Soni, Dana Vollmer und Allison Schmitt in 3:32,05, um 14 Hundertstel schneller als Chinas Weltmeisterinnen 2009. Franklin, Soni und Vollmer hatten bei diesen Spielen auch Einzel-Weltrekorde fixiert.
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