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Zwei Italiener stellen sich der Tiroler Polizei

18.03.2010, 16:24
Zwei Italiener stellen sich der Tiroler Polizei (Bild: APA/Liebl Daniel)
Foto: APA/Liebl Daniel
Nach dem Schussattentat auf einen 26- jährigen Iraner in Kufstein am Mittwochnachmittag haben sich die zwei tatverdächtigen Italiener, Vater und Sohn, am Donnerstag der Polizei gestellt. Die 39 und 19 Jahre alten Männer waren beim Bruder des Vaters untergetaucht. Dieser habe am Vormittag telefonisch die Polizei informiert, dass sie sich stellen wollten, teilte Walter Pupp, Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes, bei einer Pressekonferenz mit.

"Der Mann brachte die Beschuldigten auf den Polizeiposten", schilderte Pupp. Derzeit werden die beiden Italiener einvernommen. Auch das 26- jährige Opfer wurde am Donnerstag erneut befragt, Erkenntnisse zum Motiv sowie nähere Details zum Tathergang gibt es aber noch nicht. Auch von der Tatwaffe fehlt bislang jede Spur.

Laut Pupp dürften sich die drei Männer seit längerem gekannt haben. Die beiden Tatverdächtigen leben schon seit geraumer Zeit in Kufstein.

Iraner erlitt Oberschenkeldurchschuss und Schnittverletzung

Das Schussattentat auf den Inder hat sich am Mittwoch gegen 17 Uhr in einer von den Italienern angemieteten Wohnung in der Kufsteiner Innenstadt ereignet. Der 26- Jährige hatte sie dort besucht. Bei der Auseinandersetzung erlitt der Iraner einen Oberschenkeldurchschuss und eine Schnittverletzung am linken Oberschenkel. Nach dem Angriff schleppte sich der Mann schwer verletzt auf die Straße.

Obwohl die Einsatzkräfte sowie die Sondereinsatzgruppe Cobra rasch vor Ort waren, wurde die Wohnung erst gegen 20.40 Uhr gestürmt. In der Zwischenzeit habe man Ermittlungen geführt und eine Lageeinschätzung sowie die Sicherung des Gesamtgebäudes vorgenommen, erklärte Pupp. Aus der Wohnung habe man Stimmen gehört, weshalb man die mutmaßlichen Täter darin vermutete. Beim Öffnen der Wohnungstür sei "das Nest leer gewesen", lediglich der Fernseher lief noch. Die beiden Italiener waren offenbar gleich nach dem Angriff geflüchtet.

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