Zechpreller- Guru "beehrt" Salzburger Wirtshaus

14.08.2012, 02:00
Zechpreller-Guru "beehrt" Salzburger Wirtshaus (Bild: Markus Tschepp)
Foto: Markus Tschepp
Ein Weißbier, drei Schnäpse und ein "Jägerpfandl". Ein 62- Jähriger hat es sich am Sonntag beim "Jägerwirt" im Salzburger Bergheim- Kasern richtig schmecken lassen. Als der Kellner schließlich die Rechnung brachte, gab der Mann zu, dass er kein Geld mithabe. Wie sich herausstellte, hatte er in Bayern und Salzburg bereits 143 Mal die Zeche geprellt - vermutlich ist die Dunkelziffer aber höher.

Der Deutsche hatte seinen Sonntagsausflug mit einer Schwarzfahrt in der Bahn von Bayern nach Salzburg begonnen. Als ihn zu Mittag der Hunger plagte, machte er beim beliebten "Jägerwirt" in Bergheim- Kasern halt.

Er bestellte bei Kellner Nermin Foric (im Bild mit Polizei- Kommandant Helmut Naderer) ein Weißbier, drei Schnäpse und ein g'schmackiges "Jägerpfandl". Doch zahlen wollte und konnte der Mann die Rechnung über 27,50 Euro nicht. Er sei seit Langem arbeitslos, bekäme keine Unterstützung und würde dem Wirt die Schulden sofort zahlen, sobald er wieder Geld habe, sagte der Gast. Der Mitarbeiter rief die Polizei und bat sie um Hilfe.

"War sehr umgänglich und gab alles zu"

"Der Mann war eigentlich sehr umgänglich und gab alles zu", schildert Kommandant Naderer von der Inspektion in Bergheim. "Er hatte aber nicht einmal ein einziges Cent- Stück in seiner Geldbörse." Anrufe bei den deutschen Kollegen ließen dann auch die Salzburger Polizisten staunen. Dort hatte der Unbelehrbare bereits 140 Mal die Zeche geprellt.

Offenbar hatte der Mann Angst vor einer höheren Strafe und wechselte in die Stadt Salzburg, wo er im April und Mai ebenfalls drei Mal seine Getränke und Speisen nicht gezahlt hatte. Der 62- Jährige bekam nun seine 144. Anzeige.

Iris Wind, Kronen Zeitung/red
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