Wettlokal- Überfall in Wien: Schüsse fielen nach Rangelei

18.07.2012, 19:09
Wettlokal-Überfall in Wien: Schüsse fielen nach Rangelei (Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER
Neue Details zum Überfall auf ein Wiener Wettbüro, in dem am Dienstag ein Geldbote angeschossen und schwer verletzt worden war: Wie die Polizei am Mittwoch bekannt gab, fielen die Schüsse bei einer Rangelei zwischen dem Opfer und den Tätern. Der 49- Jährige Mesud T. war unmittelbar zuvor ins Wettbüro in der Reinprechtsdorfer Straße 8 gekommen und hatte gerade die Geldtasche mit den Einnahmen der Filiale entgegengenommen, als die drei Täter in das Lokal stürmten.

Laut Polizei wollten der Geldbote und der Angestellte des Wettbüros Geld aus den Automaten nehmen, damit es der 49- Jährige in die Firmenzentrale bringen konnte. Plötzlich stürmten drei Täter herein, wobei ein Räuber gleich eine schwarze Pistole in Anschlag brachte und damit den Kollegen des Geldboten in Schach hielt. Ein weiterer Ganove attackierte schließlich Mesud T. mit Faustschlägen und drängte ihn in eine Ecke. Der dritte Täter schnappte sich sofort die Tasche mit dem Bargeld und flüchtete.

Schüsse trafen Geldboten in den Bauch

Der Geldbote begann plötzlich, sich massiv gegen seinen Angreifer zu wehren und es kam zu einer Rauferei. Da kam der Bewaffnete seinem Komplizen zu Hilfe und richtete die Pistole auf den 49- Jährigen: Er drückte fünfmal ab und traf Mesud T. unter anderem im Bauch, woraufhin der Mann schwer verletzt zu Boden stürzte. Während die Räuber anschließend flüchteten, alarmierte der Kollege des 49- Jährigen weitere Mitarbeiter des Wettlokals, die dann die Polizei und die Rettung verständigten.

Opfer am Mittwoch noch immer in Lebensgefahr

Der Zustand von Mesud T. hat sich unterdessen stabilisiert. Er schwebe zwar nach wie vor in Lebensgefahr, weil immer noch Komplikationen möglich sind, "man kann aber davon sprechen, dass eine leichte Besserung eingetreten ist", sagte Karin Fehringer, Sprecherin des Wiener AKH. Das Opfer befand sich am Mittwoch jedenfalls nicht mehr im künstlichen Tiefschlaf. Laut Polizei war der 49- Jährige zum Zeitpunkt des Überfalls ebenfalls mit einer Schusswaffe ausgerüstet, die von den Ermittlern sichergestellt wurde.

Die Räuber wurden als 25 bis 35 Jahre alt beschrieben, alle drei waren schlank und sportlich. Sie trugen Jeans, langärmlige Oberbekleidung und Baseballkappen, einer von ihnen einen Kapuzenpullover.

Zweckdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 01/31310- 33800 an das Landeskriminalamt Wien erbeten.

AG/red
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