Von "Strahlenalarm" könne aber keine Rede sein, beruhigte Steger am Mittwoch. Die Universität habe selbst die Räume geschlossen, kein Amt habe sie dazu aufgefordert. "Es liegen auch noch keine Messergebnisse für die betroffenen Räume vor", sagte Steger. Diese erwarte er im Laufe der Woche.
Die Untersuchung der betroffenen Mitarbeiter hatte die Behörde angeordnet. Das Bundesamt für Strahlenschutz habe die Ergebnisse bereits angekündigt. Ob diese aber jemals öffentlich gemacht werden, sei unwahrscheinlich, denn "immerhin handelt es sich dabei um den Gesundheitszustand einer Person", meinte Steger.
"Uni hat uns darüber nicht informiert"
Das Gebäude der Alten Chemie bleibt "unbedingt weiter geschlossen", bestätigte Brigitte Caprini vom Stadtmagistrat Innsbruck. Wie es mit dem für den Abriss vorgesehenen Gebäude weitergeht, sei demnach "Sache der Uni". "Dass weitere Räume gesperrt wurden, davon ist erst gestern unser Vorgesetzter in Kenntnis gesetzt worden. Die Uni hat uns darüber nicht informiert", sagte sie.
Bei dem Unfall am 17. Mai war während eines Arbeitsvorgangs radioaktive Strahlung ausgetreten. Zwei Mitarbeiter wurden dabei einer erhöhten Strahlendosis von Americium-241 ausgesetzt. Dabei wurde eine Dosis gemessen, die den höchstzulässigen Strahlungswert für Radiologen um das 50-Fache übertraf.
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