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Wärmster Oktober-Tag seit 50 Jahren gemessen

07.10.2009, 16:54
Wärmster Oktober-Tag seit 50 Jahren gemessen (Bild: APA/Roland Schlager)
Foto: APA/Roland Schlager
Der Mittwoch geht in die meteorologischen Geschichtsbücher ein: Mit 28,6 Grad wurde in Wien- Donaufeld sowie in Zwerndorf in Niederösterreich der höchste Oktoberwert seit 50 Jahren gemessen. In Großenzersdorf kletterte die Quecksilbersäule auf 28,5 Grad - so heiß war es in der Gemeinde am Ostrand von Wien überhaupt noch nie.

"Heute sind an vielen Stationen die Oktoberrekorde gefallen", berichtete Klimaexperte Gerhard Hohenwarter von der ZAMG auf der Hohen Warte in Wien. Sommerhitze auch in der Wiener City, wo die Thermometer 28,5 Grad anzeigten. Über die 28- Grad- Marke stieg die Quecksilbersäule auch noch in Hohenau an der March (28,2 Grad).

"Schuld" an der höchst sommerlichen Atmosphäre sind südwestliche Strömungen von der Adria und aus Spanien, die noch dazu Föhn "im Gepäck" haben, erklärt Hohenwarter. Doch schon am Wochenende kühlt es deutlich ab, der "echte" Herbst steht also schon in den Startlöchern.

"Wir sind jetzt am oberen Limit angelangt"

Hohenwarter staunt zwar ebenfalls über die aktuelle Situation, wirklich überrascht ist er aber nicht. "Das ist für Oktober nicht ungewöhnlich. Aber wir sind jetzt am oberen Limit angelangt, was klimatologisch möglich ist. Anfang nächster Woche wird's definitiv herbstlich." Es sei zwar nicht gänzlich auszuschließen, dass danach die Temperaturen noch einmal in die Höhe schießen, aber wahrscheinlich ist es nicht. Trotzdem: Am 23. Oktober 1971 hatte es in Klagenfurt 26,3 Grad, am 16. Oktober 1987 in Salzburg 28 Grad.

Für das Badewetter mitentscheidend seien auch die milden Werte in den alpinen Regionen. So liegt etwa die Null- Grad- Grenze im Moment auf beachtlichen 3.800 Metern. Schon kommende Woche soll diese auf 2.000 Meter fallen. Bis dahin dürfen die Österreicher, vor allem jene im Osten des Landes, die Ärmel hochkrempeln und Sonnencreme auftragen.

Ostösterreich seit einem Monat ohne Regen

Bemerkenswert ist auch ein anderes Phänomen: Es hat nämlich seit fast einem Monat kaum geregnet - und das wiederum vor allem in Ostösterreich. Die daraus resultierende Trockenheit ist laut Hohenwarter aber nicht gefährlich, können die Böden und die Wälder doch von einem überaus feuchten Sommer zehren. Außerdem kühlt es in den Nächten bereits spürbar ab, was zur Taubildung beiträgt.

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