"Den Wiener Korporationsball wird es natürlich weiterhin geben", kündigte der Vorsitzende des Ballkomitees, Udo Guggenbichler, in einer Parteizeitung an. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Graf hatten ja bereits vor dem Ball erklärt, sich für eine Fortführung einzusetzen - im besten Fall wieder in der Hofburg.
"Rechtliche Lage wird geprüft"
Auch die Hofburg-Betriebsgesellschaft hatte sich bereits vor der Ausrichtung des diesjährigen Balles geäußert. Man stellte klar, die Veranstaltung in den kommenden Jahren in den Räumlichkeiten der Hofburg nicht mehr zuzulassen. Doch so einfach lässt sich die FPÖ bekanntlich nicht "ausgrenzen". Sollten weitere Gespräche nicht fruchten, werde man die rechtliche Lage prüfen lassen, heißt es von Strache, Graf und Co., die sich ein weiteres Mal in der Opferrolle darstellen (siehe auch Infobox). Möglicherweise würden hier der Gleichheitsgrundsatz sowie Antidiskriminierungsrechte verletzt.
Eine weitere - Kritiker orten eine "österreichische" - Möglichkeit, das "Hofburg-Verbot" zu umgehen, könne Gerüchten zufolge eine Namensänderung der Veranstaltung darstellen. So sei etwa angedacht, den Korporationsball in "Akademikerball" umzutaufen, heißt es.
"Ausweichen aufs Wiener Rathaus"
Trotz aller Motivation sprechen freiheitliche Funktionäre aber unter vorgehaltener Hand auch schon von Ausweichquartieren, etwa dem Kursalon Hübner im Wiener Stadtpark. Manche schlagen gar mehr oder weniger ernst gemeint das Wiener Rathaus oder das Parlament vor. Ein weiteres Gerücht besagt, dass in den Landeshauptstädten Linz, Salzburg und Graz WKR-Bälle organisiert werden könnten. In jedem Fall scheint gesichert, dass die Burschenschafter auch im kommenden Jahr einen Platz zum Tanzen finden werden.
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