Rote Vorhänge, diskret weiße Aufschrift auf der "Studio"-Türe, keine schlüpfrigen Fotos in der Auslage - auf den ersten Blick präsentiert sich das neu eröffnete Bordell in der Rauscherstraße recht unauffällig. Tagtäglich geben sich hier aber liebeshungrige Freier die Klinke in die Hand - und das alles nur wenige Meter von einem Schulzentrum und einer religionspädagogischen Akademie entfernt.
Schülerinnen von Freiern angesprochen
Die Direktorin der Anstalt ist empört. Es kam sogar schon vor, dass Schülerinnen, die bei der Straßenbahnstation warteten, von Freiern angesprochen wurden. Die Elternvertreter planen Proteste, falls dem Spuk nicht bald ein Ende gemacht werden sollte.
Seit dem Inkrafttreten des neuen Prostitutionsgesetzes in Wien gab es immer wieder Probleme mit Rotlicht-Standorten vor Bildungseinrichtungen. Denn einerseits wurde zwar Straßenprostitution aus dem Wohngebiet verbannt sowie Werbung mit Sex-Fotos verboten, andererseits aber die 150-Meter-Schutzzonen um Schulen abgeschafft.
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