Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) hatte Informationen über den Mordplan von Kollegen des deutschen Bundeskriminalamtes erhalten. Ziel des Anschlags: der aus Spanien angereiste Guru Singh Dhillion. Er ist spiritueller Führer der indischen Religionsgemeinschaft RSSB. Bei einem Vortrag zur "Wissenschaft der Seele" in der Bettfedernfabrik in der kleinen Gemeinde Oberwaltersdorf sollte er sterben.
Doch Cobra-Beamte schnappten schneller zu. Vier Männer wurden vor Ort verhaftet. Unter ihnen auch ein bei unseren Nachbarn vorbestrafter militanter Sikh. Gegen ihn besteht ein Waffenverbot. Ein weiterer Verdächtiger war (wie auch einige Angeklagte des Tempel-Attentats in Wien) aus Spanien eingeflogen, weitere zwei Landsleute leben bei uns als Asylwerber.
Offenbar wollte die indische Terrorbande den Guru kurz vor seinem 66. Geburtstag mit einer Pistole - die Waffe konnte noch nicht gefunden werden - vor bis zu 800 Gläubigen erschießen. Die Verhafteten geben sich (so wie die Beschuldigten beim laufenden Prozess in Wien) aber schweigsam.
von Klaus Loibnegger und Christoph Budin, Kronen Zeitung
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