Bereits über einen längeren Zeitraum hinweg dürfte sich das Feuer als Schwelbrand in der Wohnung in der Trambauerstraße 5 ausgebreitet haben. Als dann die Fensterscheiben aufgrund der Hitze zu Bruch gingen, zündete laut Feuerwehr das Rauchgas durch, die Flammen erfassten alle Räumlichkeiten - der Lärm glich dabei einer Explosion. Die entstandene Druckwelle war so gewaltig, dass die Tür zum Balkon mitsamt der eingemauerten Sockel nach außen gedrückt wurde. Der 37-jährige Bewohner dürfte sofort tot gewesen sein.
Stiegenhaus völlig verraucht
Gegen 2 Uhr erreichte eine Polizeistreife den Einsatzort. Als die Beamten gemeinsam mit einem Nachbarn die Tür zur Wohnung aufbrachen, kam es zu einer schlagartigen Verpuffung. Sofort breitete sich im gesamten Stiegenhaus dichter, beißender Rauch aus. Dieser sowie die enorme Hitze machten ein Betreten der Räumlichkeiten ohne entsprechende Schutzbekleidung unmöglich, hieß es seitens der Feuerwehr. Die Polizisten und der Helfer retteten sich vor dem Qualm in eine Nachbarwohnung und warteten am Balkon auf das Eintreffen der Florianis. Auch die übrigen Mieter des Hauses mussten in ihren Wohnungen auf Hilfe warten.
Gebäude von Florianis evakuiert
Als die Feuerwehr wenig später am Brandort eintraf, schlugen die Flammen bereits mehrere Meter hoch. Mit allen zur Verfügung stehenden Atemschutztrupps und mithilfe zweier Drehleitern begannen die Helfer mit der Evakuierung des Gebäudes, in dem sich etwa 50 Wohnparteien befinden - insgesamt mussten laut Polizei etwa 30 Menschen gerettet werden.
Indes starteten auch die Löscharbeiten in der Brandwohnung. Erst danach konnte der 37-jährige Mieter geborgen werden - seine Leiche lag im Badezimmer. Ein 56-jähriger Nachbar aus der oberhalb gelegenen Wohnung sowie drei weitere Mieter erlitten nach Angaben der Exekutive leichte Rauchgasvergiftungen und wurden ins Spital eingeliefert. Die Rettung versorgte die übrigen Bewohner des Hauses an Ort und Stelle - sie wurden bis zum Ende der Evakuierung in Bussen der Wiener Linien untergebracht.
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