"Ein Einbruch in die eigenen vier Wände
bedeutet für viele Menschen einen Riesenschock. Dabei machen
die Verletzung der Privatsphäre, das verlorene Sicherheitsgefühl
oder auch schwere psychische Folgen oft mehr zu schaffen als der
rein materielle Schaden", sagt Innenminister Dr. Ernst Strasser.
Dass man sich schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei.
Mehr als jeder dritte Einbruch bleibt im versuch stecken - nicht
zuletzt wegen der Sicherungstechnik.
"Einen gewissen Widerstand sollte jedes Fenster,
jede Tür, und auch die Oberlichte bieten. Es ist aber nicht
jedermanns Sache, hinter vergitterten Fenstern zu leben. Aber
im Keller stört es noch am wenigsten", rät Chefinspektor
Erich Bruckschwaiger von der Kriminalabteilung Niederösterreich.
Laut den Daten der Ermittler kommen die Einbrecher
am häufigsten über Türen ins Haus. Der Experte:
"Durch eingeschlagene Fenster klettern sie ungern. Die Verletzungsgefahr
ist ihnen nämlich zu groß."
Eine normale Tür kann jedoch von Profi- Gaunern
binnen 15 Sekunden geknackt werden. Hingegen könnten bis
zu 90 Prozent aller Coups mit Sicherheitstechnik verhindert werden.
Für viele ist aber das Angebot an Sicherheitsvorkehrungen
einfach zu unüberschaubar. Hier springt der Kriminalpolizeiliche
Beratungsdienst in die Bresche.
- Österreichweit zum Ortstarif stehen unter
der Nummer 0800/216346 erfahrene Beamte zur Verfügung, die
wertvolle Tipps zur Einbruchsprävention geben und ins Haus
kommen. Für eine kostenlose, objektive und nicht verkaufsorientierte
Beratung.
- Der Begriff Sicherheitstür ist nicht geschützt,
jeder Tischler kann seine Produkte so bezeichnen. Entscheidend
ist eine Plakette mit der ÖNORM- Nummer B- 5338, die in sechs
Klassen unterteilt wird.
- Ab Klasse drei w ird es richtig mühsam. Diese
Türen halten fünf bis 20 Minuten stand. Ab Klasse vier
- Holzstahl- Konstruktionen beißen sich Profis die Zähne
aus
- Die beste Tür nutzt aber nichts, wenn Schlösser
und Türstöcke zu schwach sind. Experten raten daher
zu kompletten Elementen.
- Auch Balkon- und Terrassentüren sollten mit
Gittern gesichert sein.
- Für Fenster gibt es einbruchshemmende Spezialfolien
sowie Rollläden und auch Schutz gegen Aufdrücken.