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Ungebetene Gäste aussperren!

Ungebetene Gäste aussperren!
„Wir brauchen keine Sicherheitstüre“, dachte sich Familie H. aus Klagenfurt. Bis sie im September einkaufen gingen. In der Zwischenzeit brach ein Gauner ein, durchwühlte alles und entkam mit der Beute. Einen Tag später bestellte die Familie einen neuen Eingang.
"Ein Einbruch in die eigenen vier Wände bedeutet für viele Menschen einen Riesenschock. Dabei machen die Verletzung der Privatsphäre, das verlorene Sicherheitsgefühl oder auch schwere psychische Folgen oft mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden", sagt Innenminister Dr. Ernst Strasser. Dass man sich schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei. Mehr als jeder dritte Einbruch bleibt im versuch stecken - nicht zuletzt wegen der Sicherungstechnik.
 
"Einen gewissen Widerstand sollte jedes Fenster, jede Tür, und auch die Oberlichte bieten. Es ist aber nicht jedermanns Sache, hinter vergitterten Fenstern zu leben. Aber im Keller stört es noch am wenigsten", rät Chefinspektor Erich Bruckschwaiger von der Kriminalabteilung Niederösterreich.
 
Laut den Daten der Ermittler kommen die Einbrecher am häufigsten über Türen ins Haus. Der Experte: "Durch eingeschlagene Fenster klettern sie ungern. Die Verletzungsgefahr ist ihnen nämlich zu groß."
 
Eine normale Tür kann jedoch von Profi- Gaunern binnen 15 Sekunden geknackt werden. Hingegen könnten bis zu 90 Prozent aller Coups mit Sicherheitstechnik verhindert werden. Für viele ist aber das Angebot an Sicherheitsvorkehrungen einfach zu unüberschaubar. Hier springt der Kriminalpolizeiliche Beratungsdienst in die Bresche.
 
- Österreichweit zum Ortstarif stehen unter der Nummer 0800/216346 erfahrene Beamte zur Verfügung, die wertvolle Tipps zur Einbruchsprävention geben und ins Haus kommen. Für eine kostenlose, objektive und nicht verkaufsorientierte Beratung.
 
- Der Begriff Sicherheitstür ist nicht geschützt, jeder Tischler kann seine Produkte so bezeichnen. Entscheidend ist eine Plakette mit der ÖNORM- Nummer B- 5338, die in sechs Klassen unterteilt wird.
 
- Ab Klasse drei w ird es richtig mühsam. Diese Türen halten fünf bis 20 Minuten stand. Ab Klasse vier - Holzstahl- Konstruktionen beißen sich Profis die Zähne aus
 
- Die beste Tür nutzt aber nichts, wenn Schlösser und Türstöcke zu schwach sind. Experten raten daher zu kompletten Elementen.
 
- Auch Balkon- und Terrassentüren sollten mit Gittern gesichert sein.
 
- Für Fenster gibt es einbruchshemmende Spezialfolien sowie Rollläden und auch Schutz gegen Aufdrücken.
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