Der Dieb dürfte sich laut Polizei gegen 3 Uhr früh Zugang zur Garage in Schwaz verschafft haben. "Unsere Autos stehen mit angestecktem Zündschlüssel in der Garage - aus einsatztaktischen Gründen", erklärt Günther Schwemberger, Leiter des Rettungsdienstes. Die Garage sei verschlossen - wenn aber ein Fahrzeug ausfährt, bleibe das automatische Tor noch eine Minute offen. "Das muss der Täter ausgenützt haben", vermutete der Schwazer Rettungsmann.
Beifahrerseite des Rettungsautos schwer beschädigt
Mit dem gestohlenen Rettungswagen fuhr der Mann dann nach Telfs. Während der Fahrt streifte der Lenker eine Mauer, wodurch die Beifahrerseite des Fahrzeugs schwer beschädigt wurde - der Schaden soll mehrere Tausend Euro betragen. Am Ziel angekommen stellte der Dieb das Auto dann am Gelände des Rotkreuz-Stützpunktes ab.
Der Diebstahl sei in den Morgenstunden bemerkt worden, so Schwemberger weiter. Der Wagen sei relativ neuwertig und gut ausgerüstet. Die Tat bezeichnete der Rettungsdienstleiter als unfassbar, denn schließlich gehe es da um ein Einsatzfahrzeug, das Menschenleben retten könne.
18-Jähriger entschuldigte sich für Tat
Der Täter war aber kein gewissenloser Rüpel - eher ein unvernünftiger, 18 Jahre alter Bursche, der sogar Rotkreuz-Mitglied in Schwaz ist. Noch am Samstagnachmittag übermannte ihn das schlechte Gewissen: Er meldete sich zunächst bei der Rettungsstelle, wo der 18-Jährige um Entschuldigung bat. Danach legte er auch bei der Polizei ein volles Geständnis ab, sein Motiv verriet der 18-Jährige aber nicht.
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