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Üble Gerüchte über Abus Pfleger

Üble Gerüchte über Abus Pfleger
Schwer geschockt und so gut wie unansprechbar – selbst drei Tage nach dem Todesdrama im Tiergarten Schönbrunn ist Augenzeuge Simon S. in psychologischer Betreuung. Vor seinen Augen wurde Kollege Gerd Kohl von Elefant Abu beim Training getötet. Gegen den toten Wärter tauchen plötzlich üble Gerüchte auf.
Von Misshandlungen ist plötzlich die Rede und Schlägen, mit denen Abu sogar vor den Augen einer Schulklasse gezüchtigt worden sein soll. "Alles Unsinn", sagt eine Sprecherin des Tiergartens. Auch Zoologe Harald Schwammer versicherte nach dem Todesdrama im Elefantenhaus: "Abu und Gerd Kohl waren ein Herz und eine Seele. Gerd war perfekt ausgebildet und hat von der Lehre an mit Elefanten gearbeitet." Die einzige Erklärung, die sich Zoo- Direktor Helmut Pechlaner für das ausrasten Abus vorstellen kann: "Vielleicht ist Gerd ein Werkzeug runtergefallen und Abu hat sich erschreckt." Das Elefantenhaus jedenfalls bleibt vermutlich noch bis nächste Woche geschlossen.
 
Abu: kein direkter Kontakt mehr zu Pflegern
Die einzige Konsequenz für den kleinen Abu: Kein Pfleger des Tiergartens wird mehr - wie berichtet - direkten Kontakt zu dem heranwachsenden Dickhäuter haben. Verletzt sich Abu oder muss er zu einer medizinischen Kontrolle, wird er, ähnlich wie der Rest der Herde, in spezielle Untersuchungs- Boxen gebracht.
 
Bilder (c) Andi Schiel
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