Die Teilsperre der Haltestelle beginnt am 29. April und betrifft vorerst alle U6-Züge Richtung Floridsdorf. Sie werden bis einschließlich 24. Mai nicht in der Station Josefstädter Straße halten. Dasselbe gilt dann zwischen 27. Mai und 14. Juni für die Züge Richtung Siebenhirten. Danach wird die Station wieder regulär eingehalten.
Betroffen sein werden von den Bahnsteigsperren rund 20.000 Öffi-Fahrer, die laut Wiener Linien die Haltestelle täglich benutzen. Aushänge, Durchsagen und Info-Personal sollen für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen.
Aufwendige Instandsetzungsarbeiten
Die Verkehrsbetriebe begründen die Maßnahme mit aufwendigen Bodenarbeiten an den Bahnsteigen. Zuerst muss der derzeit aufgebrachte, provisorische Gussasphalt entfernt werden, anschließend erfolgt die Neuverfliesung. Rund 600 Quadratmeter Bodenfläche werden originalgetreu nach den Plänen von Otto Wagner wiederhergestellt. Da die 110 Jahre alte Station denkmalgeschützt ist, wird auch das Denkmalamt den Handwerkern auf die Finger schauen.
Die Station Josefstädter Straße hat die Geduld der U6-Benützer in der jüngeren Vergangenheit schon öfters auf die Probe gestellt. Da sich die projektierte Gesamtsanierung des historischen Bauwerks als komplizierter denn angenommen herausgestellt hatte, musste im Sommer 2011 sogar ein Teilstück der U-Bahn-Linie - konkret der Abschnitt zwischen Westbahnhof und Alser Straße - für mehrere Wochen gesperrt werden (siehe Infobox). Nach Wiederaufnahme des Fahrbetriebs in diesem Bereich blieben die Züge wegen Renovierungsarbeiten trotzdem bis Ende November 2011 nicht in der Josefstädter Straße stehen.
Die Wiener Linien versprechen nun, dass die Großsanierung am Otto-Wagner-Bau mit Herbst endgültig abgeschlossen sein wird. Neben der Neuverfliesung stehen etwa noch kleinere Erledigungen an Außen-und Innenfassade an. Insgesamt zehn Millionen Euro werden die gut zwei Jahre dauernden Arbeiten dann verschlungen haben.
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