Thomas Bieber vom Landeskrankenhaus erzählte
Krone.at: "Wir haben alles versucht." Dennoch habe man seit der
Diagnose der entsetzlichen Krankheit davon ausgehen müssen,
dass der 23-Jährige nicht überlebt. Der Befall des Gehirns
sei zu weit fortgeschritten gewesen, am Donnerstag sei der Hirntod
eingetreten.
Seit Wochen war Nick im Tiefschlaf gelegen, hatte
maximale intensivmedizinische Behandlung bekommen. Die Ärzte
sagten, dass nur ein Wunder helfen könnte. Dieses Wunder
ist leider nicht eingetreten. Wie berichtet war der junge Steirer
im August im Urlaub in Marokko von einem Hund gebissen worden.
Freundin zeigt keine Symptome
Die Freundin des Patienten, die auch gebissen wurde,
hat bis heute zum Glück keinerlei Symptome. Bieber: "Wenn
nach drei Monaten, und die haben wir bald erreicht, keine Symptome
auftreten, können wir allgemein davon ausgehen, dass die
Tollwut bei dieser Patientin nicht ausbrechen wird." Dennoch sei
die Gefahr für sie noch nicht ganz ausgestanden. Die junge
Frau sei seit letzter Woche wieder zu Hause, stehe aber unter
Beobachtung und werde psychologisch betreut.
"Es gibt keine Therapie"
Günter Krejs, Chef der Medizinischen Abteilung
an der Grazer Uniklinik: "Weltweit erkranken bis 70.000 Menschen
jährlich an Tollwut - es gibt keinen gesicherten Bericht,
wonach ein Patient überlebt hätte", ist der Fachmann
betroffen. "Der letzte Fall trat 1979 in Österreich auf,
da wurde in Linz eine Studentin behandelt, die sich in Indien
infiziert hatte. Sie ist verstorben."
Das Problem: "Die Infektion verläuft vom Biss
über die Nerven zum Gehirn, das kann Wochen dauern. Es gibt
keine Therapie, wenn der Virus im Gehirn ist, auch von der WHO
haben wir diese Information erhalten."
(Foto: Heribert Weber)