Für Abertausende Pensionisten spielt sich der 1. jeden Monats ganz traditionell ab – sie pilgern zu ihrem Geldinstitut, holen sich einen Kontoauszug mit ihrer Pension drauf und planen für den ganzen Monat vor. Mittwoch dann der Schock: Das Geld ist weg bzw. war niemals auf den Konten.
Auch Viktoria S. aus dem niederösterreichischen Kottingbrunn vermisste ihr Geld schmerzlich. „Ich bin ins Minus gerutscht, hätte mein Geld gut brauchen können“, erklärt die 73- Jährige. Auch zu Mittag immer noch nichts. Erst am Nachmittag war das Geld endlich aufgetaucht.
Nachfrage bei der Pensionsversicherungsanstalt. Sprecher Johannes Pundy zur „Krone“: „Mit der neuen Bestimmung, die am 1. 11. 2009 in allen EU- Ländern in Kraft getreten ist, dürfen die Pensionen nur noch am Valutatag, dem Monatsersten, direkt überwiesen werden.“ Bei vielen Banken kommt es dabei offenbar immer noch zu Problemen. Pundy betont: „Bei uns ist das Geld rechtzeitig weitergeleitet worden.“
Das Problem lag bei der Erste Bank. „Es kam zu einem technischen Problem, das Geld wurde abgeblockt“, erklärt Sprecherin Katrin Thonhauser. „Nach einigen Stunden wurde das Geld dann aber überwiesen.“
Doch die Pensionisten bleiben verärgert. Immer wieder kam es auch in der Vergangenheit zu Verzögerungen und Problemen.
von Michael Pommer, Kronen Zeitung