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19.06.2013 - 21:56

Starkregen in Ktn und der Steiermark: Jurist vermisst

16.07.2012, 09:09
Starkregen in Ktn und der Steiermark: Jurist vermisst (Bild:  (Bild: APA/BFVMU/WALTER HORN))
Starkregen und Unwetter haben am Sonntag in weiten Teilen Kärntens sowie in der Obersteiermark und Graz für Überflutungen gesorgt. Zudem verschwand ein 30- jähriger Steirer entlang einer Hochwasser- Zone spurlos.

Die intensiven und langandauernden Regenfälle von Samstagnacht haben wieder ihre Spuren hinterlassen. Besonders betroffen waren diesmal die steirischen Bezirke Murtal, Leoben, Murau, Voitsberg und Knittelfeld. Zahlreiche Keller und Straßen wurden überflutet. Die B95, die Turracherstraße, im Bereich Predlitz musste Sonntag früh nach einem Murenabgang kurzfristig gesperrt werden. Der Trabochersee war wegen der Wassermassen über die Ufer getreten.

In St. Marein bei Knittelfeld donnerte eine Mure auf ein Einfamilienhaus. In der Gemeinde Ranten hatten die Feuerwehren mit einem Hangrutsch zu kämpfen, der zwei Wohnhäuser bedroht. Die Bewohner mussten vorübergehend die Gebäude räumen. 30 Helfer deckten die Risse im Hang mit Planen ab. "Wir haben am Sonntag einen Teich über dem Wohnhaus ausgepumpt, um den Hang zu entlasten", berichtete Thomas Zeiler vom Bezirksfeuerwehrverband.

Jurist nach Landjugend- Fest spurlos verschwunden

Mysteriös sind die Umstände, unter denen in der Nacht auf Sonntag in Stadl an der Mur ein 30- Jähriger verschwand. Laut Angaben von Freunden, mit denen er sich beim einem Landjugend- Fest getroffen hatte, war der Obersteirer "nicht übermäßig alkoholisiert". Um 2.15 Uhr rief er seine Mutter an und bat sie, ihn an einer bestimmten Kreuzung abzuholen. Er würde ihr entgegenkommen. Das war sein bislang letztes Telefonat.

Was auf den 300 Metern zum vereinbarten Treffpunkt geschah, ist ein Rätsel. Entlang dieser Strecke fließt der Hochwasser führende Einachbach. Es wird befürchtet, dass der Obersteirer hineingefallen und von den Wassermassen mitgerissen wurde. Am Sonntag fand eine Suchaktion statt, an der sich 30 Feuerwehrleute und etliche Polizeibeamte, darunter zwei Diensthundeführer, beteiligten. Sie dauerte bis zum Abend, verlief aber ergebnislos.

Dass der 30- Jährige bei Freunden oder einer Freundin übernachtet haben könnte, ist auszuschließen. Am Montag soll ein mit Treibgut verlegtes Durchlassrohr ausgebaggert werden. Die Suche gestalte sich wegen der hohen Wasserstände schwierig, hieß es seitens der Polizei.

Auch an Graz gingen die heftigen Regenfälle nicht spurlos vorüber: Murpromenade und Murinsel wurden wegen des Hochwassers gesperrt.

Passstraßen in Kärnten gesperrt

Schon in der Nacht auf Sonntag waren in Kärnten die Straßen über den Wurzen- und den Loiblpass gesperrt worden. Nicht nur die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun, die Austrian Hydro Power etwa musste beim Draukraftwerk Lavamünd die Durchflussmengen erhöhen, um Hochwasser zu verhindern.

Am Wurzenpass fuhr zudem ein Auto aus Tschechien in der Nacht auf eine Mure auf, die vier Insassen des Wagens blieben glücklicherweise unverletzt. Das Fahrzeug selbst musste allerdings von der Feuerwehr wieder flottgemacht werden. In Unterloibl in der Gemeinde Ferlach ging ein Auffangbecken neben der Loiblpass- Bundesstraße über und konnte kein Material mehr aufnehmen. Die Straße wurde vorsorglich gesperrt, konnte aber in der Früh wieder freigegeben werden.

Baum stürzt in Hermagor auf parkendes Auto

In der Gemeinde Gmünd im Bezirk Spittal beschädigten Wasser und Schlamm zwei Wohnhäuser und ein Schwimmbad. Feuerwehrleute hatten Entlastungsgräben anzulegen, um die Wassermassen abzuleiten. Im Gailtal bei Dellach verlegte eine Mure die Straße, bereits am Samstagabend war zudem in Hermagor ein Baum von Windböen entwurzelt worden und auf ein parkendes Auto gefallen.

Da die Regenfälle den ganzen Vormittag über anhielten, gab es zu Mittag noch Dutzende Feuerwehreinsätze. In Ferlach fielen binnen 24 Stunden fast 90 Liter Regen pro Quadratmeter, in Klagenfurt waren es knapp 70 Liter.

Kronen Zeitung/AG/red
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