Der Polizei war von einem Zeugen ein Foto zur Verfügung gestellt worden, das Sebastian kurz vor seinem Verschwinden beim Buddeln im Sand unter dem "Piratenschiff" zeigt. Danach war das Erdreich mit Baggern bis in eine Tiefe von rund eineinhalb Metern umgegraben worden. Dabei sei man gegen 14 Uhr auf die Leiche gestoßen. Der Fundort wurde umgehend mit Sichtschutz-Planen abgehängt.
Es gebe keine Anhaltspunkte, dass sich andere Personen zum Unglückszeitpunkt dort aufgehalten hätten, so Matthias Glamann, Sprecher der Polizeidirektion Husum. Der Randbereich der Grube könnte nachgegeben haben und Sebastian unter Sand begraben worden sein. Die Unfallvariante sei die wahrscheinlichste, "wir haben derzeit keine anderen Hinweise", betonte Glamann.
Seit Sonntag vermisst
Sebastian hatte mit seinen Eltern und seiner Schwester auf der Insel Urlaub gemacht. Am Sonntag um 16.30 Uhr hatte er zuletzt mit seiner Familie Kontakt. "Da haben sie sich definitiv gesehen und gesprochen. Um 18 Uhr hat ihn sein Vater vermisst", sagte Polizeisprecherin Kristin Stielow. Der Vater wollte den Sohn von einem Abenteuerspielplatz, auf dem das "Piratenschiff" die große Attraktion ist, abholen, hat ihn dort aber nicht vorgefunden. Um 20 Uhr schlugen die Eltern schließlich Alarm, eine halbe Stunde später wurde die erste Suchaktion gestartet.
Die fieberhafte Suche blieb jedoch zunächst erfolglos. Am Mittwochvormittag hatten Suchmannschaften dann erneut begonnen, die rund 20 Quadratkilometer große Insel zu durchkämmen.
Generalkonsul berät Sebastians Familie
Zur Unterstützung von Sebastians Familie reiste indes der österreichische Generalkonsul Christian Siegl aus Berlin an. "Er hat Kontakt mit den Angehörigen aufgenommen und berät die Familie bei allen jetzt zu treffenden Maßnahmen im Zusammenhang mit Heimreise und Heimführung", so ein Sprecher des Außenministeriums.
Wann Sebastians Leichnam nach Österreich gebracht werden kann, war am Mittwoch völlig offen. Die Ermittlungen der Polizei sind nicht abgeschlossen, auch eine Obduktion steht noch aus.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.