Das Paar war in der Früh auf die Sichelwand aufgestiegen und erreichte gegen 9.00 Uhr den Gipfel. Beim Abstieg fuhren die beiden dann in einen steilen Nordost- Hang ein, wo der hinten fahrende Mann das 80 Meter breite und 250 Meter lange Schneebrett lostrat, das seine Frau mitriss und begrub.
Da sich der Kegel in sehr schwer erreichbarem Gebiet befand, mussten sämtliche Retter mit dem Hubschrauber hinaufgeflogen werden mussten. Insgesamt waren 42 Helfer von Bergrettung, Rotem Kreuz und Alpinpolizei mit vier Suchhunden im Einsatz. Erst gegen 11.00 Uhr gelang es ihnen, die Pongauerin zu orten und zu bergen. Sie war nur etwa einen Meter tief verschüttet, hat aber die Zeit bis zur Bergung nicht mehr überlebt.
Die Bergrettung appellierte an alle Sportler, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen, sich den gegebenen Umständen entsprechend zu verhalten. Die starken Schneefälle der vergangenen Tage und die nun steigenden Temperaturen würden zu einer weiteren Zunahme der Lawinengefahr führen, so der Lawinenreferent der Bergrettung Salzburg, Klaus Wagenbichler. "Unter den momentanen Bedingungen bieten defensives Verhalten und der Verzicht auf bestimmte Touren die größte Sicherheit", sagte der Routinier.